Die Beifuß-Ambrosie in Rheinland-Pfalz

© RLP-KfK/Astrid Schamber
Projektplan
Die Beifuß-Ambrosie (Ambrosia artemisiifolia), ein Neophyt aus Nordamerika, ist vor allem aufgrund ihres stark Allergie auslösenden Pollens bekannt. Neben ihrer Wirkung auf die menschliche Gesundheit, kann sie auch als Ackerunkraut in landwirtschaftlichen Kulturen und als potenziell invasive Art in naturschutzfachlich wertvollen Lebensräumen zu Problemen führen. Da die Beifuß-Ambrosie wahrscheinlich vom Klimawandel profitieren wird, ist mit einer Ausbreitung der Art in für sie zukünftig klimatisch günstige Gebiete zu rechnen. Für Rheinland-Pfalz wurde aufbauend auf den Kartierungen der Pollichia die Bestände kartiert und potenziell mögliche Verbreitungsgebiete unter dem Aspekt des Klimawandels modelliert. Ein besonderes Interesse lag dabei auf der möglichen Ausbreitung der Beifuß-Ambrosie im Pfälzerwald, wo sie zuvor durch Zufallsfunde vereinzelt auf Wildäsungsflächen nachgewiesen wurde. Der Naturpark Pfälzerwald gilt als bedeutendes Naherholungsgebiet, welches in dieser Funktion durch den allergieauslösenden Neophyten möglicherweise bedroht ist. Mit Hilfe eines Mahdexperiments wurden Wildäsungsflächen auf schlummernde Samen untersucht. Dazu wurden kleine Bereiche gemäht und im Herbst auf Ambrosienaufwuchs hin kontrolliert. Weiterhin wurden die heutigen und zukünftigen Ambrosia-Standorte auf ihre Naturschutzwertigkeit untersucht. Dies wurde auch unter dem Aspekt diskutiert, ob die weitere Ausbreitung der Beifuß-Ambrosie direkt durch die Verdrängung heimischer Arten oder indirekt durch eventuell nötige Bekämpfungsmaßnahmen eine Gefahr für den Naturschutz darstellen kann.
Projektpartner
Leitung: Dr. Constanze Buhk (Universität Koblenz-Landau)
Details
Laufzeit 07/2015 - 10/2016 | Gefördert durch Forschungsanstalt für Waldökologie und Forstwirtschaft Rheinland-Pfalz (FAWF), | Ansprechpartnerin am RLP-KfK |