Offene Wasserflächen
© stock.adobe.com/dvulikaia
In städtischen Räumen führen zunehmende Hitzeperioden, Luftverschmutzung und stark versiegelte Flächen zu einer verschärften Klimabelastung. Gleichzeitig fehlen kühlende Elemente, die zur Verbesserung des Mikroklimas beitragen. Offene Wasserflächen bieten hier eine wirksame Lösung: Flüsse, Kanäle, Bäche, Teiche, Springbrunnen und Wasserspiele fördern durch Verdunstung die Abkühlung der Umgebungsluft, erhöhen die Luftfeuchtigkeit und verbessern die Aufenthaltsqualität. Bewegtes Wasser, etwa in Form von Springbrunnen oder Wasserzerstäubern, verstärkt den Kühlungseffekt besonders effizient. Offene, bewachsende Wasserflächen tragen zudem zur Biodiversität bei, bieten Erholungsräume und helfen durch Renaturierung von Uferzonen beim Hochwasserschutz. So leisten offene Wasserflächen einen wichtigen Beitrag zur Klimaanpassung und Lebensqualität in der Stadt.
Ziel
- Klimatische Änderung
-
Handlungsfeld
-
Biologische Vielfalt
Raumplanung
Wasserhaushalt, Wasserwirtschaft
Tourismuswirtschaft
-
Klimafolge
-
- Innenraumklima
- Hitzebelastung
- Psyche
- Hydrologie
- Überschwemmungen
- Gewässerökologie
- Arten und Populationen
- Biotope, Habitate und Ökosysteme
-
Anpassungsziel
-
- Reduktion der thermischen Belastung
- Vermeidung von Hitzeinseln
- Bereitstellung von Frischluft
- Erhöhung der urbanen Klimaresilienz
- Reduktion des Überschwemmungsrisikos
- Verbesserung der Regenwasserrückhaltung
- Entlastung der Kanalisation
- Erhalt des natürlichen Wasserhaushalts
- Erhöhung der Biodiversität
Organisation
-
Kommunale Arbeitsbereiche
-
- Erholung
- Kommunalplanung
-
Räumliche Bezugsebene
-
- Stadt
- Objekt
- Quartier
- Umland
-
Maßnahmentyp
-
- blau
-
Beteiligte
-
- Planungsamt
- Tiefbauamt
- Liegenschaftsamt
- Eigentümer*innen
- Grünflächenamt
- Gesundheitsamt
- Wasserwirtschaftsamt
- Wasserentsorgungsunternehmen
-
Umsetzungsinstrumente
-
- Flächennutzungsplan
- Bebauungspläne
- Förderprogramme auf Landesebene
- Gestaltungsrichtlinien (Bauordnungen)
Ressourcen
-
Umsetzungshorizont
-
kurzfristig
-
mittelfristig
-
langfristig
-
Nutzungsdauer
-
kurz
-
mittel
-
lang
-
Personalaufwand
-
gering
-
mittel
-
hoch
-
Regelmäßigkeit
-
einmalig
-
mehrmalig
-
kontinuierlich
-
Kosten
-
gering
-
mittel
-
hoch
-
Folgekosten
-
gering
-
mittel
-
hoch
Mögliche Maßnahmenelemente
- Anlage von innerstädtischen Teichen und kleinen Seen
- Renaturierung von Fluss- und Bachläufen
- Installation von Springbrunnen und Wasserfontänen
- Einrichtung von Wasserspielplätzen
- Bau von Wasserläufen oder Kanälen in urbanen Räumen
- Schaffung von Wasserplätzen
- Gestaltung multifunktionaler Retentionsflächen
- Anlage von innerstädtischen Teichen und kleinen Seen
- Renaturierung von Fluss- und Bachläufen
- Installation von Springbrunnen und Wasserfontänen
- Einrichtung von Wasserspielplätzen
- Bau von Wasserläufen oder Kanälen in urbanen Räumen
- Schaffung von Wasserplätzen
- Gestaltung multifunktionaler Retentionsflächen
Monitoring
- Anlage von innerstädtischen Teichen und kleinen Seen
- Renaturierung von Fluss- und Bachläufen
- Installation von Springbrunnen und Wasserfontänen
- Einrichtung von Wasserspielplätzen
- Bau von Wasserläufen oder Kanälen in urbanen Räumen
- Schaffung von Wasserplätzen
- Gestaltung multifunktionaler Retentionsflächen
- Biodiversitätsindikatoren
- Veränderung der Artenvielflat
- Veränderung der Umgebungstemperatur
- Menge der Regenwasserrückhaltung
- Veränderung der Wasseraufnahme
Co-Benefits
- Klimaanpassung und Kühlung: Wasserflächen verdunsten Wasser und entziehen dabei Wärmeenergie, wodurch die Umgebungstemperatur spürbar gesenkt und das Stadtklima verbessert wird.
- Verbesserung der Luftqualität: Durch die erhöhte Luftfeuchtigkeit werden Staubpartikel gebunden, was die Feinstaubbelastung reduziert und die Atemluftqualität erhöht.
- Steigerung der Biodiversität: Offene Wasserflächen und naturnah gestaltete Uferzonen schaffen wertvolle Lebensräume für Tiere und Pflanzen und fördern die Artenvielfalt im urbanen Raum.
- Erhöhung der Aufenthalts- und Lebensqualität: Wasseranlagen wie Brunnen, Bäche oder Teiche schaffen attraktive Orte der Erholung und Begegnung und steigern die Lebensqualität in Städten.
- Hochwasserschutz und Wasserrückhalt: Wasserflächen dienen als natürliche Retentionsräume, entlasten die Kanalisation bei Starkregen und verringern das Risiko von Überschwemmungen.
- Stadtgestaltung und Image: Wasserflächen werten das Stadtbild optisch auf, verbessern das Image und erhöhen die Attraktivität für Einwohner, Tourismus und Investoren.
- Gesundheitliche Vorteile: Die kühlende Wirkung und bessere Luftqualität mindern hitzebedingte Gesundheitsrisiken und fördern das Wohlbefinden der Stadtbevölkerung.
- Soziale Synergien: Öffentliche Wasserflächen fördern Begegnung, Austausch und Integration und schaffen inklusive Räume für alle Altersgruppen.
- Kombinierbarkeit mit weiteren Klimaanpassungsmaßnahmen: Wasserflächen lassen sich ideal mit Begrünung und Verschattung kombinieren und verstärken gemeinsam ihre positiven Klima- und Komforteffekte.
- Klimaanpassung und Kühlung: Wasserflächen verdunsten Wasser und entziehen dabei Wärmeenergie, wodurch die Umgebungstemperatur spürbar gesenkt und das Stadtklima verbessert wird.
- Verbesserung der Luftqualität: Durch die erhöhte Luftfeuchtigkeit werden Staubpartikel gebunden, was die Feinstaubbelastung reduziert und die Atemluftqualität erhöht.
- Steigerung der Biodiversität: Offene Wasserflächen und naturnah gestaltete Uferzonen schaffen wertvolle Lebensräume für Tiere und Pflanzen und fördern die Artenvielfalt im urbanen Raum.
- Erhöhung der Aufenthalts- und Lebensqualität: Wasseranlagen wie Brunnen, Bäche oder Teiche schaffen attraktive Orte der Erholung und Begegnung und steigern die Lebensqualität in Städten.
- Hochwasserschutz und Wasserrückhalt: Wasserflächen dienen als natürliche Retentionsräume, entlasten die Kanalisation bei Starkregen und verringern das Risiko von Überschwemmungen.
- Stadtgestaltung und Image: Wasserflächen werten das Stadtbild optisch auf, verbessern das Image und erhöhen die Attraktivität für Einwohner, Tourismus und Investoren.
- Gesundheitliche Vorteile: Die kühlende Wirkung und bessere Luftqualität mindern hitzebedingte Gesundheitsrisiken und fördern das Wohlbefinden der Stadtbevölkerung.
- Soziale Synergien: Öffentliche Wasserflächen fördern Begegnung, Austausch und Integration und schaffen inklusive Räume für alle Altersgruppen.
- Kombinierbarkeit mit weiteren Klimaanpassungsmaßnahmen: Wasserflächen lassen sich ideal mit Begrünung und Verschattung kombinieren und verstärken gemeinsam ihre positiven Klima- und Komforteffekte.
Zielkonflikte
- Kosten vs. Nutzen: Die Anlage und Pflege offener Wasserflächen erfordert hohe Investitions- und Betriebskosten, während viele Vorteile wie Kühlung oder Attraktivitätssteigerung erst langfristig wirksam werden.
- Pflegeaufwand vs. ökologischer Nutzen: Hoher Reinigungs- und Wartungsaufwand steht dem ökologischen Mehrwert gegenüber, insbesondere bei Algenbildung oder Verschmutzung durch Nutzung und Umweltbelastung.
- Flächenkonkurrenz vs. Stadtentwicklung: Offene Wasserflächen beanspruchen wertvolle städtische Flächen, die in dicht bebauten Gebieten auch für andere Nutzungen wie Wohnen oder Verkehr benötigt werden.
- Biodiversität vs. Hygiene: Naturnahe Wasserflächen fördern die Artenvielfalt, können jedoch bei unzureichender Pflege Mückenbrutstätten oder Geruchsprobleme verursachen.
- Jahreszeitliche Nutzung vs. Attraktivität: In kühleren Monaten verlieren Wasserflächen teilweise ihre Nutzungs- und Aufenthaltsfunktion, wodurch ihre Wirkung im Jahresverlauf schwankt.
- Kosten vs. Nutzen: Die Anlage und Pflege offener Wasserflächen erfordert hohe Investitions- und Betriebskosten, während viele Vorteile wie Kühlung oder Attraktivitätssteigerung erst langfristig wirksam werden.
- Pflegeaufwand vs. ökologischer Nutzen: Hoher Reinigungs- und Wartungsaufwand steht dem ökologischen Mehrwert gegenüber, insbesondere bei Algenbildung oder Verschmutzung durch Nutzung und Umweltbelastung.
- Flächenkonkurrenz vs. Stadtentwicklung: Offene Wasserflächen beanspruchen wertvolle städtische Flächen, die in dicht bebauten Gebieten auch für andere Nutzungen wie Wohnen oder Verkehr benötigt werden.
- Biodiversität vs. Hygiene: Naturnahe Wasserflächen fördern die Artenvielfalt, können jedoch bei unzureichender Pflege Mückenbrutstätten oder Geruchsprobleme verursachen.
- Jahreszeitliche Nutzung vs. Attraktivität: In kühleren Monaten verlieren Wasserflächen teilweise ihre Nutzungs- und Aufenthaltsfunktion, wodurch ihre Wirkung im Jahresverlauf schwankt.
Beispiele
- Praxisbeispiele der Aktion Blau Plus: Gewässerentwicklung in Rheinland-Pfalz, z.B. Woogbach Speyer, Gonsenbach bei Mainz, Triefbach Edenkoben, Speyerbach Neustadt – Dokumentation Aktion Blau Plus
- Hochdrucknebelanlage zur Kühlung: Kühlungsmaßnahme für besonders heiße Orte in Hameln
- „Klimaoase Speyer“: Kühle Aufenthaltsfläche am Domvorplatz mit Vernebelungsanlage, Begrünung und Sitzmöglichkeiten – Projektbeschreibung
- Stadtpläne für heiße Tage: Übersicht kühler Orte in Karlsruhe und Speyer
- Brunnen als Kühl- und Aufenthaltsorte: Fastnachtsbrunnen Mainz, Kaiserbrunnen Kaiserslautern, Knödelbrunnen Ludwigshafen
- Orte zum Abkühlen im Westen der Pfalz: Bericht und Sammlung des SWR
- Neugestaltung öffentlicher Plätze: Neuinstallation eines Brunnens auf dem Luisenplatz in Neuwied
- Praxisbeispiele der Aktion Blau Plus: Gewässerentwicklung in Rheinland-Pfalz, z.B. Woogbach Speyer, Gonsenbach bei Mainz, Triefbach Edenkoben, Speyerbach Neustadt – Dokumentation Aktion Blau Plus
- Hochdrucknebelanlage zur Kühlung: Kühlungsmaßnahme für besonders heiße Orte in Hameln
- „Klimaoase Speyer“: Kühle Aufenthaltsfläche am Domvorplatz mit Vernebelungsanlage, Begrünung und Sitzmöglichkeiten – Projektbeschreibung
- Stadtpläne für heiße Tage: Übersicht kühler Orte in Karlsruhe und Speyer
- Brunnen als Kühl- und Aufenthaltsorte: Fastnachtsbrunnen Mainz, Kaiserbrunnen Kaiserslautern, Knödelbrunnen Ludwigshafen
- Orte zum Abkühlen im Westen der Pfalz: Bericht und Sammlung des SWR
- Neugestaltung öffentlicher Plätze: Neuinstallation eines Brunnens auf dem Luisenplatz in Neuwied
Leitfäden
- Gewässerentwicklung in der Stadt: UBA-Publikation „Gewässerentwicklung in der Stadt geht (fast) überall“ – Umweltbundesamt
- Wassernutzung zur Bewältigung von Hitzewellen: Projektsteckbrief zu Anpassungsmaßnahmen in Städten – Climate-ADAPT (EEA)
- Gewässerentwicklung in der Stadt: UBA-Publikation „Gewässerentwicklung in der Stadt geht (fast) überall“ – Umweltbundesamt
- Wassernutzung zur Bewältigung von Hitzewellen: Projektsteckbrief zu Anpassungsmaßnahmen in Städten – Climate-ADAPT (EEA)
Bemerkungen
Wenn 1 L/m² Wasser aufgebracht wird, kann die Benetzung von Straßen die Lufttemperatur um 2-4 °C senken (Quelle: Climate Adapt, Link: climate-adapt.eea.europa.eu/de/metadata/adaptation-options/water-uses-to-cope-with-heat-waves-in-cities)
Wenn 1 L/m² Wasser aufgebracht wird, kann die Benetzung von Straßen die Lufttemperatur um 2-4 °C senken (Quelle: Climate Adapt, Link: climate-adapt.eea.europa.eu/de/metadata/adaptation-options/water-uses-to-cope-with-heat-waves-in-cities)