Öffentlichkeit einbinden
© RLP-KfK/Katrin Berlinghoff
Der Klimawandel betrifft uns alle. Neben den öffentlichen Institutionen sind auch die Bürgerinnen und Bürger aufgerufen, sich in Zukunft verstärkt mit den Fragen des Klimawandels und den Möglichkeiten zur Anpassung im eigenen Umfeld zu engagieren. Bürgerinnen und Bürger treffen Entscheidungen in ihrem privaten Umfeld und können somit einen wichtigen Beitrag zur Klimaanpassung leisten. Daher ist die Information und aktive Beteiligung von Bürgerinnen und Bürgern sowie von privaten Einrichtungen an den Planungen und Umsetzungen für eine klimaanangepasste Stadt besonders wichtig. Ziele dieser Maßnahmen sind neben der Informationsvermittlung vor allem der aktive Einbezug der Beteiligten in Planung und Umsetzung. Auf diese Weise soll das Bewusstsein für Handlungsmöglichkeiten gestärkt und die Selbstwirksamkeit der Menschen erhöht werden, sodass sie erleben, dass ihr Engagement einen konkreten Unterschied macht.
Ziel
- Klimatische Änderung
-
Handlungsfeld
-
Bevölkerungsschutz
-
Klimafolge
-
- Psyche
- Extremwetter
-
Anpassungsziel
-
- aktive Beteiligung bestärken
- Informationen bereitstellen
- Bewusstseins- und Verhaltensänderungen in Gang setzen
- Akzeptanz der Bevölkerung erhöhen
Organisation
-
Kommunale Arbeitsbereiche
-
- Soziales
-
Räumliche Bezugsebene
-
- Stadt
- Quartier
-
Maßnahmentyp
-
- weich
-
Beteiligte
-
- Bevölkerung
- Verwaltung
- Gesundheitsamt
- Stadtbauämter
- Tochterunternehmen
- Planungsamt
- Umweltamt
- Pressestelle und Öffentlichkeitsarbeit
- Tourismusabteilung
-
Umsetzungsinstrumente
-
- sonstiges
Ressourcen
-
Umsetzungshorizont
-
kurzfristig
-
mittelfristig
-
langfristig
-
Nutzungsdauer
-
kurz
-
mittel
-
lang
-
Personalaufwand
-
gering
-
mittel
-
hoch
-
Regelmäßigkeit
-
einmalig
-
mehrmalig
-
kontinuierlich
-
Kosten
-
gering
-
mittel
-
hoch
-
Folgekosten
-
gering
-
mittel
-
hoch
Mögliche Maßnahmenelemente
- Vermittlung von Informationen über Aktivitäten zur Anpassung an die Folgen des Klimawandels
- Informationen bereitstellen mittels Flyer, Broschüren
- Informieren durch Rundfunkinterviews, Pressemitteilungen usw.
- Informieren bei akuten Ereignissen
- Zielgruppenspezifische und öffentlichkeitswirksame Aktionen veranstalten
- Bildungs- und Diskussionsveranstaltungen planen und durchführen
- Schaffung von Bewusstseinsbildung
- Stärkung / Schulung von Multiplikator*innen
- Vermittlung von Informationen über Aktivitäten zur Anpassung an die Folgen des Klimawandels
- Informationen bereitstellen mittels Flyer, Broschüren
- Informieren durch Rundfunkinterviews, Pressemitteilungen usw.
- Informieren bei akuten Ereignissen
- Zielgruppenspezifische und öffentlichkeitswirksame Aktionen veranstalten
- Bildungs- und Diskussionsveranstaltungen planen und durchführen
- Schaffung von Bewusstseinsbildung
- Stärkung / Schulung von Multiplikator*innen
Monitoring
- Vermittlung von Informationen über Aktivitäten zur Anpassung an die Folgen des Klimawandels
- Informationen bereitstellen mittels Flyer, Broschüren
- Informieren durch Rundfunkinterviews, Pressemitteilungen usw.
- Informieren bei akuten Ereignissen
- Zielgruppenspezifische und öffentlichkeitswirksame Aktionen veranstalten
- Bildungs- und Diskussionsveranstaltungen planen und durchführen
- Schaffung von Bewusstseinsbildung
- Stärkung / Schulung von Multiplikator*innen
- Akzeptanz & Nutzung
Co-Benefits
- Akzeptanz und Umsetzungsgeschwindigkeit: Durch aktive Beteiligung der Bevölkerung steigt das Verständnis für Klimaanpassungsmaßnahmen, was zu einer schnelleren Umsetzung und weniger Konflikten führt.
- Wissen und Handlungskompetenz: Beteiligungsprozesse vermitteln Wissen über Klimarisiken und Anpassungsmöglichkeiten und befähigen Bürger:innen, selbst aktiv zu handeln.
- Sozialer Zusammenhalt und Teilhabe: Gemeinsame Beteiligungsprozesse fördern Austausch, Mitgestaltung und Transparenz und stärken damit Gemeinschaftssinn und demokratische Kultur.
- Maßnahmenqualität und Praxistauglichkeit: Die Einbindung lokalen Wissens führt zu passgenaueren, bedarfsgerechten Lösungen, die langfristig wirksamer und akzeptierter sind.
- Resilienz und Anpassungsfähigkeit: Öffentlichkeitsbeteiligung stärkt Bewusstsein und Bereitschaft zur kontinuierlichen Anpassung und erhöht so die gesellschaftliche Widerstandskraft gegenüber Klimafolgen.
- Akzeptanz und Umsetzungsgeschwindigkeit: Durch aktive Beteiligung der Bevölkerung steigt das Verständnis für Klimaanpassungsmaßnahmen, was zu einer schnelleren Umsetzung und weniger Konflikten führt.
- Wissen und Handlungskompetenz: Beteiligungsprozesse vermitteln Wissen über Klimarisiken und Anpassungsmöglichkeiten und befähigen Bürger:innen, selbst aktiv zu handeln.
- Sozialer Zusammenhalt und Teilhabe: Gemeinsame Beteiligungsprozesse fördern Austausch, Mitgestaltung und Transparenz und stärken damit Gemeinschaftssinn und demokratische Kultur.
- Maßnahmenqualität und Praxistauglichkeit: Die Einbindung lokalen Wissens führt zu passgenaueren, bedarfsgerechten Lösungen, die langfristig wirksamer und akzeptierter sind.
- Resilienz und Anpassungsfähigkeit: Öffentlichkeitsbeteiligung stärkt Bewusstsein und Bereitschaft zur kontinuierlichen Anpassung und erhöht so die gesellschaftliche Widerstandskraft gegenüber Klimafolgen.
Zielkonflikte
- Transparenz vs. Entscheidungsgeschwindigkeit: Umfassende Beteiligungsprozesse erhöhen die Nachvollziehbarkeit von Entscheidungen, können jedoch Planungs- und Umsetzungsphasen verlängern und dringend benötigte Maßnahmen verzögern.
- Mitgestaltung vs. Fachstandards: Bürgerwünsche und lokale Vorstellungen können mit technischen, rechtlichen oder ökologischen Anforderungen kollidieren, wodurch nicht alle Vorschläge umgesetzt werden können.
- Partizipationstiefe vs. Ressourcenaufwand: Eine intensive Beteiligung erfordert erhebliche personelle, zeitliche und finanzielle Ressourcen und kann Verwaltungen bei begrenzten Kapazitäten stark belasten.
- Repräsentativität vs. Beteiligungsbereitschaft: Oft beteiligen sich vor allem engagierte oder besser informierte Gruppen, während andere Bevölkerungsgruppen unterrepräsentiert bleiben, was zu einseitigen Ergebnissen führen kann.
- Transparenz vs. Entscheidungsgeschwindigkeit: Umfassende Beteiligungsprozesse erhöhen die Nachvollziehbarkeit von Entscheidungen, können jedoch Planungs- und Umsetzungsphasen verlängern und dringend benötigte Maßnahmen verzögern.
- Mitgestaltung vs. Fachstandards: Bürgerwünsche und lokale Vorstellungen können mit technischen, rechtlichen oder ökologischen Anforderungen kollidieren, wodurch nicht alle Vorschläge umgesetzt werden können.
- Partizipationstiefe vs. Ressourcenaufwand: Eine intensive Beteiligung erfordert erhebliche personelle, zeitliche und finanzielle Ressourcen und kann Verwaltungen bei begrenzten Kapazitäten stark belasten.
- Repräsentativität vs. Beteiligungsbereitschaft: Oft beteiligen sich vor allem engagierte oder besser informierte Gruppen, während andere Bevölkerungsgruppen unterrepräsentiert bleiben, was zu einseitigen Ergebnissen führen kann.
Beispiele
- Anpassung an den Klimawandel – Stadt Worms: Konzept zur Anpassung an den Klimawandel mit Fokus auf Akteursbeteiligung (S. 91 ff.) – Gesamtdokument
- Beteiligungsplattform „KLmitWirkung“: Digitale Beteiligung der Bürgerschaft in Kaiserslautern
- Klimarat Landau: Kommunales Beteiligungsformat zur Beratung von Politik und Verwaltung – Stadt Landau
- Bürgerschaftsrat Klima Stuttgart: Dialog- und Beteiligungsprozess zur Klimapolitik – Stadt Stuttgart
- Klimafit-Kurse: Weiterbildung für engagierte und interessierte Personen in Kooperation mit Volkshochschulen – Klimafit
- Ehrenamtliche Klimapaten: Unterstützung kommunaler Klimaschutz- und Anpassungsmaßnahmen – KlikKS Rheinland-Pfalz
- Netzwerk der AnpassungsmanagerInnen: Kommunales Klimaanpassungsmanagement in Rheinland-Pfalz – Umweltbundesamt und KAM-Netzwerk RLP
- JugendKlimaForum Rheinland-Pfalz: Beteiligung junger Menschen an Klima- und Nachhaltigkeitsthemen – Jugendpartizipation RLP
- Anpassung an den Klimawandel – Stadt Worms: Konzept zur Anpassung an den Klimawandel mit Fokus auf Akteursbeteiligung (S. 91 ff.) – Gesamtdokument
- Beteiligungsplattform „KLmitWirkung“: Digitale Beteiligung der Bürgerschaft in Kaiserslautern
- Klimarat Landau: Kommunales Beteiligungsformat zur Beratung von Politik und Verwaltung – Stadt Landau
- Bürgerschaftsrat Klima Stuttgart: Dialog- und Beteiligungsprozess zur Klimapolitik – Stadt Stuttgart
- Klimafit-Kurse: Weiterbildung für engagierte und interessierte Personen in Kooperation mit Volkshochschulen – Klimafit
- Ehrenamtliche Klimapaten: Unterstützung kommunaler Klimaschutz- und Anpassungsmaßnahmen – KlikKS Rheinland-Pfalz
- Netzwerk der AnpassungsmanagerInnen: Kommunales Klimaanpassungsmanagement in Rheinland-Pfalz – Umweltbundesamt und KAM-Netzwerk RLP
- JugendKlimaForum Rheinland-Pfalz: Beteiligung junger Menschen an Klima- und Nachhaltigkeitsthemen – Jugendpartizipation RLP
Leitfäden
- Partizipation und Teilhabe: Veröffentlichungen, Berichte und Studien zu Beteiligungsprozessen – Klimawandel RLP
- Kommunikation in der Klimaanpassung: Informationseite zur Bedeutung von Kommunikation als zentrales Instrument der Klimaanpassung – RKP-KfK
- Weißbuch Stadtgrün: Kapitel 6 „Akteure gewinnen, Gesellschaft einbinden“ – Zentrum KlimaAnpassung
- Effiziente Ansätze der Klimakommunikation: UBA-Publikation zu wirksamer Klima- und Umweltkommunikation – Umweltbundesamt
- Das 3×3 einer guten Öffentlichkeitsbeteiligung: UBA-Handout zu Beteiligung bei Großprojekten – Umweltbundesamt
- Partizipation und Teilhabe: Veröffentlichungen, Berichte und Studien zu Beteiligungsprozessen – Klimawandel RLP
- Kommunikation in der Klimaanpassung: Informationseite zur Bedeutung von Kommunikation als zentrales Instrument der Klimaanpassung – RKP-KfK
- Weißbuch Stadtgrün: Kapitel 6 „Akteure gewinnen, Gesellschaft einbinden“ – Zentrum KlimaAnpassung
- Effiziente Ansätze der Klimakommunikation: UBA-Publikation zu wirksamer Klima- und Umweltkommunikation – Umweltbundesamt
- Das 3×3 einer guten Öffentlichkeitsbeteiligung: UBA-Handout zu Beteiligung bei Großprojekten – Umweltbundesamt