Hochwasserschutz
© Landesforsten.RLP.de/Steffen Schobel
In städtischen Räumen nehmen durch den Klimawandel Extremniederschläge und Hochwasserereignisse zu. Besonders in Tallagen und entlang von Fließgewässern steigt die Gefahr von Überschwemmungen, die erhebliche Schäden an Infrastruktur, Gebäuden und Natur verursachen können. Gleichzeitig sind viele Flächen durch Bebauung und Versiegelung ihrer natürlichen Rückhaltefunktion beraubt.
Ein wirksamer Hochwasserschutz kombiniert bauliche Maßnahmen mit naturnahen Ansätzen: Die Renaturierung von Bächen und Auen, die Schaffung zusätzlicher Retentionsräume sowie die Festsetzung von Überschwemmungsgebieten sorgen für mehr Rückhalt und verzögerten Abfluss. Ergänzend werden bestehende Schutzanlagen überprüft, mobile Schutzsysteme bereitgestellt und wassergefährdende Stoffe aus sensiblen Bereichen entfernt. Die Einbindung der Bevölkerung durch Informationskampagnen und Hochwasserkonzepte für Veranstaltungen stärkt die Eigenvorsorge. So wird das Risiko für Mensch, Umwelt und Wirtschaft langfristig gesenkt – ein zentraler Beitrag zur klimaresilienten Stadtentwicklung.
Ziel
- Klimatische Änderung
-
Niederschlag
-
Handlungsfeld
-
Biologische Vielfalt
Bevölkerungsschutz
Raumplanung
Stadt- und Siedlungsentwicklung
Wasserhaushalt, Wasserwirtschaft
-
Klimafolge
-
- Überschwemmungen
- Gebäudeschäden
- Verkehrsinfrastruktur
- Landwirtschaftliche Schäden
- Hydrologie
- Ertragseinbußen (Wirtschaft)
- Versicherungskosten
- Vegetationsschäden
- Psyche
- Extremwetter
- Nutzfunktion
- Biotope, Habitate und Ökosysteme
- Ertrags- und Qualitätseinbußen (Landwirtschaft)
-
Anpassungsziel
-
- Entlastung der Kanalisation
- Erhalt des natürlichen Wasserhaushalts
- Erhöhung der Biodiversität
- Reduktion des Überschwemmungsrisikos
- Verbesserung der Regenwasserrückhaltung
- Vermeidung von Starkregenschäden
Organisation
-
Kommunale Arbeitsbereiche
-
- Kritische Infrastrukturen
- Natur- und Ressourcennutzung
- Kommunalplanung
-
Räumliche Bezugsebene
-
- Umland
- Stadt
- Sonstiges
-
Maßnahmentyp
-
- blau
-
Beteiligte
-
- Bevölkerung
- Wasserentsorgungsunternehmen
- Grünflächenamt
- Katastrophenschutz
- Planungsamt
- Landwirtschaftliche Betriebe
- Wasserwirtschaftsamt
- Umweltamt
-
Umsetzungsinstrumente
-
- Bebauungspläne
- Biotopverbund
- Flächennutzungsplan
- Gestaltungsrichtlinien (Bauordnungen)
- Grünplanung
- Landschaftsplanung
Ressourcen
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Umsetzungshorizont
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kurzfristig
-
mittelfristig
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langfristig
-
Nutzungsdauer
-
kurz
-
mittel
-
lang
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Personalaufwand
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gering
-
mittel
-
hoch
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Regelmäßigkeit
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einmalig
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mehrmalig
-
kontinuierlich
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Kosten
-
gering
-
mittel
-
hoch
-
Folgekosten
-
gering
-
mittel
-
hoch
Mögliche Maßnahmenelemente
- Baulich technische Maßnahmen: Deichbau- und Verstärkung, Hochwasserschutzmauern und -wände, Rückhaltebecken, Anlegen von Flutpoldern, Pumpwerke und Entwässerungssysteme, überflutungssichere Infrastruktur
- Naturnahe und landschaftsbezogene Maßnahmen: Renaturierung von Flussauen, Wiederanbindung von Altarmen und Auenflächen, Aufforstung und Begrünung, Versickerungsflächen schaffen
- Planerische und organisatorische Maßnahmen: Bauvorgaben in Risikogebieten, Frühwarnsysteme und Alarmpläne, Kriesenmanagement und Evakuierungspläne
- Informations- und Bildungsmaßnahmen: Sensibilisierung der Bevölkerung, Beratung für Privatpersonen und Unternehmen
- Baulich technische Maßnahmen: Deichbau- und Verstärkung, Hochwasserschutzmauern und -wände, Rückhaltebecken, Anlegen von Flutpoldern, Pumpwerke und Entwässerungssysteme, überflutungssichere Infrastruktur
- Naturnahe und landschaftsbezogene Maßnahmen: Renaturierung von Flussauen, Wiederanbindung von Altarmen und Auenflächen, Aufforstung und Begrünung, Versickerungsflächen schaffen
- Planerische und organisatorische Maßnahmen: Bauvorgaben in Risikogebieten, Frühwarnsysteme und Alarmpläne, Kriesenmanagement und Evakuierungspläne
- Informations- und Bildungsmaßnahmen: Sensibilisierung der Bevölkerung, Beratung für Privatpersonen und Unternehmen
Monitoring
- Baulich technische Maßnahmen: Deichbau- und Verstärkung, Hochwasserschutzmauern und -wände, Rückhaltebecken, Anlegen von Flutpoldern, Pumpwerke und Entwässerungssysteme, überflutungssichere Infrastruktur
- Naturnahe und landschaftsbezogene Maßnahmen: Renaturierung von Flussauen, Wiederanbindung von Altarmen und Auenflächen, Aufforstung und Begrünung, Versickerungsflächen schaffen
- Planerische und organisatorische Maßnahmen: Bauvorgaben in Risikogebieten, Frühwarnsysteme und Alarmpläne, Kriesenmanagement und Evakuierungspläne
- Informations- und Bildungsmaßnahmen: Sensibilisierung der Bevölkerung, Beratung für Privatpersonen und Unternehmen
- Biodiversitätsindikatoren
- Menge der Regenwasserrückhaltung
- Veränderung der Artenvielflat
- Veränderung der Wasseraufnahme
Co-Benefits
- Erhöhte Biodiversität: Naturnahe Hochwasserschutzmaßnahmen wie Auenrenaturierungen schaffen wertvolle Lebensräume für Pflanzen und Tiere und fördern die Artenvielfalt.
- Grundwasserneubildung: Durch die Versickerung von Hochwasser in Retentionsräumen wird die Grundwasserneubildung unterstützt und die regionale Wasserversorgung stabilisiert.
- Klimaregulation: Auen- und Feuchtgebiete wirken temperaturausgleichend, erhöhen die Luftfeuchtigkeit und tragen zur lokalen Klimakühlung bei.
- Bodenverbesserung: Natürliche Überflutungen reichern Böden mit Nährstoffen an, verbessern deren Struktur und erhöhen langfristig die Bodenfruchtbarkeit.
- Erholung und Freizeitwert: Renaturierte Flussufer und Auenlandschaften schaffen attraktive Erholungsräume und steigern die Lebensqualität der Stadt- und Landbevölkerung.
- Gesundheit und Wohlbefinden: Mehr Grün- und Wasserflächen verbessern die Luftqualität, fördern Bewegung und Erholung und wirken positiv auf die körperliche und psychische Gesundheit.
- Bildung und Umweltbewusstsein: Erlebbare Hochwasserschutzräume erhöhen das Umweltbewusstsein und ermöglichen Bildungsangebote zu Natur-, Klima- und Gewässerschutz.
- Kostenersparnis und Schadensvermeidung: Effektiver Hochwasserschutz reduziert Sachschäden und senkt langfristig Kosten für Reparaturen, Wiederaufbau und Notfallmanagement.
- Tourismusförderung: Renaturierte Gewässer und Auenlandschaften erhöhen die touristische Attraktivität einer Region und fördern nachhaltige Freizeit- und Naturerlebnisse.
- Erhöhte Biodiversität: Naturnahe Hochwasserschutzmaßnahmen wie Auenrenaturierungen schaffen wertvolle Lebensräume für Pflanzen und Tiere und fördern die Artenvielfalt.
- Grundwasserneubildung: Durch die Versickerung von Hochwasser in Retentionsräumen wird die Grundwasserneubildung unterstützt und die regionale Wasserversorgung stabilisiert.
- Klimaregulation: Auen- und Feuchtgebiete wirken temperaturausgleichend, erhöhen die Luftfeuchtigkeit und tragen zur lokalen Klimakühlung bei.
- Bodenverbesserung: Natürliche Überflutungen reichern Böden mit Nährstoffen an, verbessern deren Struktur und erhöhen langfristig die Bodenfruchtbarkeit.
- Erholung und Freizeitwert: Renaturierte Flussufer und Auenlandschaften schaffen attraktive Erholungsräume und steigern die Lebensqualität der Stadt- und Landbevölkerung.
- Gesundheit und Wohlbefinden: Mehr Grün- und Wasserflächen verbessern die Luftqualität, fördern Bewegung und Erholung und wirken positiv auf die körperliche und psychische Gesundheit.
- Bildung und Umweltbewusstsein: Erlebbare Hochwasserschutzräume erhöhen das Umweltbewusstsein und ermöglichen Bildungsangebote zu Natur-, Klima- und Gewässerschutz.
- Kostenersparnis und Schadensvermeidung: Effektiver Hochwasserschutz reduziert Sachschäden und senkt langfristig Kosten für Reparaturen, Wiederaufbau und Notfallmanagement.
- Tourismusförderung: Renaturierte Gewässer und Auenlandschaften erhöhen die touristische Attraktivität einer Region und fördern nachhaltige Freizeit- und Naturerlebnisse.
Zielkonflikte
- Landnutzung vs. Hochwasserschutz: Die Ausweisung von Überschwemmungsgebieten oder Flutpoldern kann zu Nutzungseinschränkungen für Landwirte führen und wirtschaftliche Einbußen in der Landwirtschaft verursachen.
- Bauliche Maßnahmen vs. Naturschutz: Eingriffe wie das Errichten von Deichen oder Flutmauern können natürliche Lebensräume zerstören und die ökologische Durchgängigkeit von Flüssen beeinträchtigen.
- Flächenrückgewinnung vs. Infrastruktur: Die Wiederherstellung natürlicher Überflutungsflächen kann bestehende Infrastrukturen oder private Grundstücke betreffen und zu Nutzungskonflikten führen.
- Vorsorgeauflagen vs. Eigentümerinteressen: Auflagen für hochwasserangepasstes Bauen oder verpflichtende private Vorsorgemaßnahmen können Eigentümer finanziell belasten.
- Beteiligung vs. Umsetzungsgeschwindigkeit: Beteiligungsprozesse erhöhen die Akzeptanz, können jedoch Planungs- und Umsetzungszeiten erheblich verlängern.
- Bestandsschutz vs. Risikovorsorge: Unternehmen fordern häufig Bestandsschutz für Standorte in Überschwemmungsgebieten, obwohl diese langfristig gefährdet und kostenintensiv zu sichern sind.
- Wirtschaftliche Interessen vs. Sicherheitsanforderungen: Strenge Auflagen in Hochwasserrisikogebieten können Bau- und Investitionsvorhaben einschränken und wirtschaftliche Entwicklungen verlangsamen.
- Landnutzung vs. Hochwasserschutz: Die Ausweisung von Überschwemmungsgebieten oder Flutpoldern kann zu Nutzungseinschränkungen für Landwirte führen und wirtschaftliche Einbußen in der Landwirtschaft verursachen.
- Bauliche Maßnahmen vs. Naturschutz: Eingriffe wie das Errichten von Deichen oder Flutmauern können natürliche Lebensräume zerstören und die ökologische Durchgängigkeit von Flüssen beeinträchtigen.
- Flächenrückgewinnung vs. Infrastruktur: Die Wiederherstellung natürlicher Überflutungsflächen kann bestehende Infrastrukturen oder private Grundstücke betreffen und zu Nutzungskonflikten führen.
- Vorsorgeauflagen vs. Eigentümerinteressen: Auflagen für hochwasserangepasstes Bauen oder verpflichtende private Vorsorgemaßnahmen können Eigentümer finanziell belasten.
- Beteiligung vs. Umsetzungsgeschwindigkeit: Beteiligungsprozesse erhöhen die Akzeptanz, können jedoch Planungs- und Umsetzungszeiten erheblich verlängern.
- Bestandsschutz vs. Risikovorsorge: Unternehmen fordern häufig Bestandsschutz für Standorte in Überschwemmungsgebieten, obwohl diese langfristig gefährdet und kostenintensiv zu sichern sind.
- Wirtschaftliche Interessen vs. Sicherheitsanforderungen: Strenge Auflagen in Hochwasserrisikogebieten können Bau- und Investitionsvorhaben einschränken und wirtschaftliche Entwicklungen verlangsamen.
Beispiele
- Örtliche Hochwasser- und Starkregenvorsorgekonzepte: Beispiele kommunaler Konzepte in Rheinland-Pfalz – Hochwassermanagement RLP
- Bewältigung großer Hochwasser- und Starkregenereignisse: Ausbildung von Einsatzkräften an der Technischen Universität Kaiserslautern – Umweltbundesamt
- Hochwassergefahren- und Hochwasserrisikokarten: Karten und Informationen für Rheinland-Pfalz – Hochwassermanagement RLP
- Hochwasservorhersagezentrale Rheinland-Pfalz: Aktuelle Wasserstände und Vorhersagen – Hochwasser RLP
- Renaturierung und Hochwasserschutz: Renaturierung des Eisbachs und Polder Ingelheim als Beispiele naturnaher Maßnahmen – Eisbach Ingelheim, Polder Ingelheim
- Starkregenprävention in Kommunen: Präventionsmaßnahmen und Handlungsempfehlungen – Stark gegen Starkregen
- Integriertes Starkregenentwässerungskonzept (ISREK): Kommunales Vorsorgekonzept der Stadt Schwerin
- Hochwasserrückhalt und Gebietsanalyse: Informationspaket zu Planungs- und Analyseinstrumenten in Rheinland-Pfalz – Umweltbundesamt
- Örtliche Hochwasser- und Starkregenvorsorgekonzepte: Beispiele kommunaler Konzepte in Rheinland-Pfalz – Hochwassermanagement RLP
- Bewältigung großer Hochwasser- und Starkregenereignisse: Ausbildung von Einsatzkräften an der Technischen Universität Kaiserslautern – Umweltbundesamt
- Hochwassergefahren- und Hochwasserrisikokarten: Karten und Informationen für Rheinland-Pfalz – Hochwassermanagement RLP
- Hochwasservorhersagezentrale Rheinland-Pfalz: Aktuelle Wasserstände und Vorhersagen – Hochwasser RLP
- Renaturierung und Hochwasserschutz: Renaturierung des Eisbachs und Polder Ingelheim als Beispiele naturnaher Maßnahmen – Eisbach Ingelheim, Polder Ingelheim
- Starkregenprävention in Kommunen: Präventionsmaßnahmen und Handlungsempfehlungen – Stark gegen Starkregen
- Integriertes Starkregenentwässerungskonzept (ISREK): Kommunales Vorsorgekonzept der Stadt Schwerin
- Hochwasserrückhalt und Gebietsanalyse: Informationspaket zu Planungs- und Analyseinstrumenten in Rheinland-Pfalz – Umweltbundesamt
Leitfäden
- Sammlung von Broschüren, Leitfäden und Ratgebern: Übersicht des Kompetenzzentrums Hochwasservorsorge und Hochwasserrisikomanagement Rheinland-Pfalz (KHH) – KHH Rheinland-Pfalz
- Leitfäden und Arbeitshilfen: Sammlung des Informations- und Beratungszentrums Hochwasservorsorge Rheinland-Pfalz (ibh) – IBH Rheinland-Pfalz
- Sammlung von Broschüren, Leitfäden und Ratgebern: Übersicht des Kompetenzzentrums Hochwasservorsorge und Hochwasserrisikomanagement Rheinland-Pfalz (KHH) – KHH Rheinland-Pfalz
- Leitfäden und Arbeitshilfen: Sammlung des Informations- und Beratungszentrums Hochwasservorsorge Rheinland-Pfalz (ibh) – IBH Rheinland-Pfalz