Boden- und Begrünungsmanagement im Weinbau
© RLP-KfK/Ulrich Matthes
Durch angepasstes Begrünungsmanagement im Weinbau kann das Wasserspeichervermögen des Bodens erhöht werden. Durch die Erhöhung der Bodenrauigkeit durch die Vegetation wird Oberflächenabfluss verlangsamt und die Infiltration gesteigert sowie Erosion reduziert. Porenvolumen und Bodengefüge können stabilisiert werden. In Abhängigkeit der zur Verfügung stehenden Wassermenge kann in einem Weinberg eine flächendeckende und dauerhafte Bodenbedeckung angestrebt werden.
*Quelle: Dieser Steckbrief ist geringfügig modifiziert nach Kellner & Jedicke (2025) (s. Bemerkung).
Ziel
- Klimatische Änderung
-
Handlungsfeld
-
Klimafolge
-
- Ertrags- und Qualitätseinbußen (Landwirtschaft)
- Erosion
- Bodenwasserhaushalt
- Landwirtschaftliche Schäden
- Vegetationsschäden
- Biotope, Habitate und Ökosysteme
- Bodenstruktur
- Bodenstoffhaushalt
- Bodenökologie
- Bodenfunktion
- Hydrologie
-
Anpassungsziel
-
- Erhalt des natürlichen Wasserhaushalts
- Verbesserung der Regenwasserrückhaltung
- Vermeidung von Starkregenschäden
- Verringerung von Bodenerosion durch Wasser
- Erhöhung der Wasserinfiltration in der Fläche
- Erhöhung der Biodiversität
Organisation
-
Kommunale Arbeitsbereiche
-
- Natur- und Ressourcennutzung
-
Räumliche Bezugsebene
-
- Umland
-
Maßnahmentyp
-
- grün
- blau
-
Beteiligte
-
- Eigentümer*innen
- Regionalverband
- Landwirtschaftliche Betriebe
-
Umsetzungsinstrumente
-
- sonstiges
Ressourcen
-
Umsetzungshorizont
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kurzfristig
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mittelfristig
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langfristig
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Nutzungsdauer
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kurz
-
mittel
-
lang
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Personalaufwand
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gering
-
mittel
-
hoch
-
Regelmäßigkeit
-
einmalig
-
mehrmalig
-
kontinuierlich
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Kosten
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gering
-
mittel
-
hoch
-
Folgekosten
-
gering
-
mittel
-
hoch
Mögliche Maßnahmenelemente
- Dauer- / Fahrgassenbegrünung: Etablierung einer flächigen Dauerbegrünung der Fahrgassen
- Bodenabdeckung: Wo aufgrund von Konkurrenzen um Wasser und Nährstoffe keine Begrünung etabliert werden kann, können ähnliche Effekte durch eine Bodenabdeckung mit organischem Material (Stroh, Mulchmaterial, Holzhäcksel (Unterstockbereich), Grünguthäcksel oder Kompost) erzielt werden.
- Unterstockbegrünung: Auch die Unterstockbegrünung kann die Bodenstruktur stabilisieren und fördern, wodurch sich Wasserinfiltration und -speicherfähigkeit in unmittelbarer Nähe der Wurzeln der Rebe erhöht, sowie Erosionsgefährdung, Evaporation und Verschlämmung reduziert werden.
- Dauer- / Fahrgassenbegrünung: Etablierung einer flächigen Dauerbegrünung der Fahrgassen
- Bodenabdeckung: Wo aufgrund von Konkurrenzen um Wasser und Nährstoffe keine Begrünung etabliert werden kann, können ähnliche Effekte durch eine Bodenabdeckung mit organischem Material (Stroh, Mulchmaterial, Holzhäcksel (Unterstockbereich), Grünguthäcksel oder Kompost) erzielt werden.
- Unterstockbegrünung: Auch die Unterstockbegrünung kann die Bodenstruktur stabilisieren und fördern, wodurch sich Wasserinfiltration und -speicherfähigkeit in unmittelbarer Nähe der Wurzeln der Rebe erhöht, sowie Erosionsgefährdung, Evaporation und Verschlämmung reduziert werden.
Monitoring
- Dauer- / Fahrgassenbegrünung: Etablierung einer flächigen Dauerbegrünung der Fahrgassen
- Bodenabdeckung: Wo aufgrund von Konkurrenzen um Wasser und Nährstoffe keine Begrünung etabliert werden kann, können ähnliche Effekte durch eine Bodenabdeckung mit organischem Material (Stroh, Mulchmaterial, Holzhäcksel (Unterstockbereich), Grünguthäcksel oder Kompost) erzielt werden.
- Unterstockbegrünung: Auch die Unterstockbegrünung kann die Bodenstruktur stabilisieren und fördern, wodurch sich Wasserinfiltration und -speicherfähigkeit in unmittelbarer Nähe der Wurzeln der Rebe erhöht, sowie Erosionsgefährdung, Evaporation und Verschlämmung reduziert werden.
- Biodiversitätsindikatoren
- Veränderung der Bodenindikatoren
- Veränderung der Wasseraufnahme
- Veränderung der Artenvielflat
- Menge der Regenwasserrückhaltung
Co-Benefits
- Biotopverbund und Biodiversität: Dauerbegrünung und artenreiche Blühmischungen fördern die biologische Vielfalt und stärken den Biotopverbund im Weinberg.
- Nährstoffversorgung der Reben: Die Begrünung verbessert die Bodenfruchtbarkeit und unterstützt eine stabile Nährstoffversorgung der Reben.
- Insektenförderung: Blühflächen bieten ein wertvolles Futterangebot für Insekten und stärken deren Populationen.
- Reduzierter Herbizideinsatz: Die beikrautregulierende Wirkung der Dauerbegrünung verringert den Bedarf an Herbiziden.
- Reduzierter Pestizideinsatz: Eine erhöhte Nützlingsrate trägt dazu bei, Schädlinge natürlicherweise zu regulieren und den Pestizideinsatz zu vermindern.
- Mikroklimatische Kühl- und Pufferfunktion: Begrünte Flächen wirken temperaturegulierend und verbessern das Mikroklima im Weinberg.
- Kombination mit Schafbeweidung: Je nach Gestaltung der Anlage kann die Beweidung mit Schafen den Arbeitsaufwand für Mähen und Mulchen reduzieren und potenziell eine zusätzliche Einkommensquelle schaffen.
- Biotopverbund und Biodiversität: Dauerbegrünung und artenreiche Blühmischungen fördern die biologische Vielfalt und stärken den Biotopverbund im Weinberg.
- Nährstoffversorgung der Reben: Die Begrünung verbessert die Bodenfruchtbarkeit und unterstützt eine stabile Nährstoffversorgung der Reben.
- Insektenförderung: Blühflächen bieten ein wertvolles Futterangebot für Insekten und stärken deren Populationen.
- Reduzierter Herbizideinsatz: Die beikrautregulierende Wirkung der Dauerbegrünung verringert den Bedarf an Herbiziden.
- Reduzierter Pestizideinsatz: Eine erhöhte Nützlingsrate trägt dazu bei, Schädlinge natürlicherweise zu regulieren und den Pestizideinsatz zu vermindern.
- Mikroklimatische Kühl- und Pufferfunktion: Begrünte Flächen wirken temperaturegulierend und verbessern das Mikroklima im Weinberg.
- Kombination mit Schafbeweidung: Je nach Gestaltung der Anlage kann die Beweidung mit Schafen den Arbeitsaufwand für Mähen und Mulchen reduzieren und potenziell eine zusätzliche Einkommensquelle schaffen.
Zielkonflikte
- Bodenabdeckung vs. Hanglage und Befahrbarkeit: Auf stark geneigten Flächen kann Begrünungsmaterial leicht abgeschwemmt werden. Zudem kann feuchte Bodenabdeckung die Befahrbarkeit einschränken und die Rutschgefahr erhöhen.
- Nährstoffmanagement vs. Düngeverordnung: Begrünungen benötigen teilweise zusätzliche Nährstoffgaben. Gleichzeitig müssen Grenzwerte für Nährstoffeinträge gemäß Düngeverordnung eingehalten werden, ein Zielkonflikt zwischen Bodenfruchtbarkeit und rechtlichen Vorgaben.
- Biodiversität vs. Wasserverfügbarkeit: Artenreiche Dauerbegrünungen fördern die Biodiversität, konkurrieren jedoch in Trockenperioden mit den Reben um Wasser.
- Bodenabdeckung vs. Hanglage und Befahrbarkeit: Auf stark geneigten Flächen kann Begrünungsmaterial leicht abgeschwemmt werden. Zudem kann feuchte Bodenabdeckung die Befahrbarkeit einschränken und die Rutschgefahr erhöhen.
- Nährstoffmanagement vs. Düngeverordnung: Begrünungen benötigen teilweise zusätzliche Nährstoffgaben. Gleichzeitig müssen Grenzwerte für Nährstoffeinträge gemäß Düngeverordnung eingehalten werden, ein Zielkonflikt zwischen Bodenfruchtbarkeit und rechtlichen Vorgaben.
- Biodiversität vs. Wasserverfügbarkeit: Artenreiche Dauerbegrünungen fördern die Biodiversität, konkurrieren jedoch in Trockenperioden mit den Reben um Wasser.
Beispiele
- Klimaanpassung im Weinbau „Mosel-AdapTiV“: Vernetzung und Entwicklung eines Maßnahmenkatalogs zur Anpassung des Weinbaus an den Klimawandel – Umweltbundesamt
- LIFE VineAdapt: Projekt zu nachhaltigem Weinbau zur Anpassung an den Klimawandel – Projektseite
- Begrünung von Weinberggassen: Projektergebnisse zu innovativen Begrünungsansätzen in Weinbergen – Fachbeitrag
- Wildkräutergassen im Weinbau: Steckbriefe geeigneter Pflanzenarten für Saatgutmischungen aus der Saale-Unstrut-Weinbauregion – Infoblatt
- Klimaanpassung im Weinbau „Mosel-AdapTiV“: Vernetzung und Entwicklung eines Maßnahmenkatalogs zur Anpassung des Weinbaus an den Klimawandel – Umweltbundesamt
- LIFE VineAdapt: Projekt zu nachhaltigem Weinbau zur Anpassung an den Klimawandel – Projektseite
- Begrünung von Weinberggassen: Projektergebnisse zu innovativen Begrünungsansätzen in Weinbergen – Fachbeitrag
- Wildkräutergassen im Weinbau: Steckbriefe geeigneter Pflanzenarten für Saatgutmischungen aus der Saale-Unstrut-Weinbauregion – Infoblatt
Leitfäden
- Praxisleitfaden Naturnaher Wasserrückhalt im Rheingau – Maßnahmenkatalog Offenland: Maßnahmen zum naturnahen Wasserrückhalt mit Fokus auf Offenland – Maßnahmenkatalog
- Artenreiche Blühstreifen als Dauerbegrünungen im Weinbau: Tipps zur Anlage und Pflege artenreicher Blühstreifen – Broschüre
- Unterstockbegrünung im Weinbau: Ökologische und ökonomische Perspektiven der Unterstockbegrünung – Fachvortrag
- Zwischenfruchtbegrünung im Weinbau: Begrünung als Antwort auf den Klimawandel, Möglichkeiten der Gründüngung und Bodenpflege – Informationsblatt
- Praxisleitfaden Naturnaher Wasserrückhalt im Rheingau – Maßnahmenkatalog Offenland: Maßnahmen zum naturnahen Wasserrückhalt mit Fokus auf Offenland – Maßnahmenkatalog
- Artenreiche Blühstreifen als Dauerbegrünungen im Weinbau: Tipps zur Anlage und Pflege artenreicher Blühstreifen – Broschüre
- Unterstockbegrünung im Weinbau: Ökologische und ökonomische Perspektiven der Unterstockbegrünung – Fachvortrag
- Zwischenfruchtbegrünung im Weinbau: Begrünung als Antwort auf den Klimawandel, Möglichkeiten der Gründüngung und Bodenpflege – Informationsblatt
Bemerkungen
- Quelle: Kellner, L.; Jedicke, E. (2025): Praxisleitfaden zur Umsetzung von Maßnahmen zum naturnahen Wasserrückhalt. Gesamtbericht und Maßnahmenkatalog. Hochschule Geisenheim University, Geisenheim
- Quelle: Kellner, L.; Jedicke, E. (2025): Praxisleitfaden zur Umsetzung von Maßnahmen zum naturnahen Wasserrückhalt. Gesamtbericht und Maßnahmenkatalog. Hochschule Geisenheim University, Geisenheim