Digitaler Zwilling

Es ist eine komplexe Aufgabe, unterschiedliche Folgen des Klimawandels sowie strategische Ziele zum Klimaschutz und der Klimawandelanpassung in Stadtplanung und -entwicklung zu berücksichtigen. Auch die Abschätzung, inwiefern Maßnahmen zum Erreichen der Klimaziele beitragen und welchen Effekt sie haben, ist häufig schwer.

Ein Lösungsansatz stellt der "Digitale Zwilling" eines städtischen Raumes dar: Klimadaten und Raumdaten werden dabei genutzt, um die Gegebenheiten in einer "digitalen Kopie" des Raumes abzubilden. Analysen zur Wirkung von Umbauprozessen können dann vorab simuliert und dargestellt werden, um bspw. Wirkungen besser abschätzen zu können. Auch andere Planungsziele, wie die Erhaltung des Stadtbildes, Barrierefreiheit oder Hochwasservorsorge können in die "digitale Planung " einfließen und als 3D-Ansicht diskutiert werden. Der Digitale Zwilling kann für Simulation, Analyse und Planungen sowie als Entscheidungshilfe vor der Umbaumaßnahme eingesetzt werden. Basis für den Digitalen Zwilling bieten georeferenzierte Daten, wie Oberflächenstrukturen, Gebäudekubaturen oder Grünflächen. Für Simulationen verschiedener Wirkungen sind sowohl klimatologische Daten als auch Bevölkerungsdaten elementar. Grundsätzlich kann unterschieden werden, ob die Daten aus der realen Umgebung vor Ort stammen und über Messungen erhoben wurden oder ob die Datensammlung über Computersysteme, Clouds, Simulationen (sog. Avatare) erfolgt.

 

 

Ziel

Klimatische Änderung
Handlungsfeld
Energiewirtschaft
Gebäude
Biologische Vielfalt
Bevölkerungsschutz
Stadt- und Siedlungsentwicklung
Wasserhaushalt, Wasserwirtschaft
Klimafolge
  • Extremwetter
  • Hitzebelastung
  • Überschwemmungen
  • Luftverschmutzung
  • Hydrologie
  • Vegetationsschäden
  • Gebäudeschäden
  • Verkehrsablauf
Anpassungsziel
  • Erhöhung der urbanen Klimaresilienz
  • Vermeidung von Hitzeinseln
  • Reduktion des Überschwemmungsrisikos
  • Verbesserung der Regenwasserrückhaltung
  • Verbesserung der Luftqualität
  • Bereitstellung von Frischluft
  • Akzeptanz der Bevölkerung erhöhen
  • Reduktion der thermischen Belastung

Organisation

Kommunale Arbeitsbereiche
  • Übergeordnet
  • Kommunalplanung
Räumliche Bezugsebene
  • Quartier
  • Stadt
  • Objekt
Maßnahmentyp
  • blau
  • grün
  • grau
  • weich
Beteiligte
  • Katastrophenschutz
  • Planungsamt
  • Straßenbauamt
  • Umweltamt
  • Örtliche Wasserversorger
  • Örtliche Energieversorger
  • Gesundheitsamt
Umsetzungsinstrumente
  • Gestaltungsrichtlinien (Bauordnungen)
  • Bebauungspläne
  • Rahmenplan
  • Satzungen
  • Städtebauliche Verträge

Ressourcen

Umsetzungshorizont
kurzfristig
mittelfristig
langfristig
Nutzungsdauer
kurz
mittel
lang
Personalaufwand
gering
mittel
hoch
Regelmäßigkeit
einmalig
mehrmalig
kontinuierlich
Kosten
gering
mittel
hoch
Folgekosten
gering
mittel
hoch

Mögliche Maßnahmenelemente

  • Die Simulation von Klimaanpassungen im digitalen Raum erlaubt es, vor der Umsetzung eine Abschätzung zur Wirkung und eine räumliche Darstellung als fundierte Entscheidungshilfe für die Stadtplanung zu erhalten.
  • Die Erstellung eines Digitalen Zwillings eines gesamten Stadtgebiets kann zudem Aufschluss über sich bedingende Prozesse geben, um komplexere Strategien und Ziele umzusetzen.
  • Die Simulation von Extremwetterereignissen erlaubt es, auf das Stadtgebiet angepasste Maßnahmen in Katastrophenschutz und Evakuierung zu treffen.
  • Die Simulation von Klimaanpassungen im digitalen Raum erlaubt es, vor der Umsetzung eine Abschätzung zur Wirkung und eine räumliche Darstellung als fundierte Entscheidungshilfe für die Stadtplanung zu erhalten.
  • Die Erstellung eines Digitalen Zwillings eines gesamten Stadtgebiets kann zudem Aufschluss über sich bedingende Prozesse geben, um komplexere Strategien und Ziele umzusetzen.
  • Die Simulation von Extremwetterereignissen erlaubt es, auf das Stadtgebiet angepasste Maßnahmen in Katastrophenschutz und Evakuierung zu treffen.

Monitoring

  • Die Simulation von Klimaanpassungen im digitalen Raum erlaubt es, vor der Umsetzung eine Abschätzung zur Wirkung und eine räumliche Darstellung als fundierte Entscheidungshilfe für die Stadtplanung zu erhalten.
  • Die Erstellung eines Digitalen Zwillings eines gesamten Stadtgebiets kann zudem Aufschluss über sich bedingende Prozesse geben, um komplexere Strategien und Ziele umzusetzen.
  • Die Simulation von Extremwetterereignissen erlaubt es, auf das Stadtgebiet angepasste Maßnahmen in Katastrophenschutz und Evakuierung zu treffen.
  • Akzeptanz & Nutzung
  • Biodiversitätsindikatoren
  • Veränderung der Umgebungstemperatur
  • Veränderung der Wasseraufnahme
  • Veränderung der Gebäudetemperatur
  • Veränderung der Abflussmenge
  • Menge der Regenwasserrückhaltung
  • Kosten-Nutzen-Analyse

Co-Benefits

  • Lebensqualität: Intelligente Stadtplanung kann zu gesteigerter Lebensqualität führen.
  • Smart City: Die Modellierung von Städten kann auch zur Verbesserung von anderen Bereichen wie der Mobilität genutzt werden (z.B. Simulation von Verkehrsflüssen)
  • Vorstellungsvermögen wird gesteigert: Planungen können als 3D-Modell dargestellt werden. Dadurch ist eine leichtere Beteiligung und Akzeptanz in der Bevölkerung möglich.
  • Daten zentral sammeln und abrufen: Daten verschiedener Planungsstellen innerhalb einer Verwaltung werden zentral gesammelt und genutzt
  • Lebensqualität: Intelligente Stadtplanung kann zu gesteigerter Lebensqualität führen.
  • Smart City: Die Modellierung von Städten kann auch zur Verbesserung von anderen Bereichen wie der Mobilität genutzt werden (z.B. Simulation von Verkehrsflüssen)
  • Vorstellungsvermögen wird gesteigert: Planungen können als 3D-Modell dargestellt werden. Dadurch ist eine leichtere Beteiligung und Akzeptanz in der Bevölkerung möglich.
  • Daten zentral sammeln und abrufen: Daten verschiedener Planungsstellen innerhalb einer Verwaltung werden zentral gesammelt und genutzt

Zielkonflikte

  • Datenintegration vs. Datenheterogenität: Die Zusammenführung vorhandener Daten aus verschiedenen Quellen schafft ein umfassendes Abbild der Realität. Zugleich erschwert die Heterogenität dieser Daten durch unterschiedliche Formate oder Qualität die reibungslose Integration.
  • Datenaktualität vs. Ressourcenaufwand: Die fortlaufende Aktualisierung und Verarbeitung komplexer Daten sorgt für präzise Digitale Zwillinge. Gleichzeitig erfordert dies einen hohen personellen, technischen und finanziellen Aufwand.
  • Zusammenarbeit vs. Abstimmung: Die interkommunale Zusammenarbeit ist sinnvoll, da Bilder flächendeckend über Befliegungen aufgenommen werden können, was zur Reduzierung von Kosten führen kann. Allerdings erfordert eine Zusammenarbeit viele Abstimmungsprozesse, was ggf. zur Verlangsamung von Prozessen führen kann.
  • Datenintegration vs. Datenheterogenität: Die Zusammenführung vorhandener Daten aus verschiedenen Quellen schafft ein umfassendes Abbild der Realität. Zugleich erschwert die Heterogenität dieser Daten durch unterschiedliche Formate oder Qualität die reibungslose Integration.
  • Datenaktualität vs. Ressourcenaufwand: Die fortlaufende Aktualisierung und Verarbeitung komplexer Daten sorgt für präzise Digitale Zwillinge. Gleichzeitig erfordert dies einen hohen personellen, technischen und finanziellen Aufwand.
  • Zusammenarbeit vs. Abstimmung: Die interkommunale Zusammenarbeit ist sinnvoll, da Bilder flächendeckend über Befliegungen aufgenommen werden können, was zur Reduzierung von Kosten führen kann. Allerdings erfordert eine Zusammenarbeit viele Abstimmungsprozesse, was ggf. zur Verlangsamung von Prozessen führen kann.

Beispiele

Leitfäden

Bemerkungen

  • Kosten: Die Kosten für einen digitalen Zwilling werden von mehreren Faktoren beeinflusst. Dazu zählen die Größe und Komplexität des abgebildeten Objekts, vorhandene Hard- und Software, der Aufwand für die Datenintegration, die Qualität und Aktualität der Daten sowie die gewünschten Funktionen und Analysemöglichkeiten (z.B. Simulationen, Prognosen, Szenarien).
  • Unterscheidung Datenbank vs. Avatar: Während eine klassische Datenbank primär der Speicherung und Bereitstellung von Daten dient, ist ein Avatar ein aktiver, vernetzter digitaler Zwilling. Avatare können Daten selbstständig interpretieren, aktualisieren und mit anderen Avataren interagieren und Informationen austauschen (vgl. Quelle: www.sciencedirect.com/science/article/pii/S2210670725004706).
  • Kosten: Die Kosten für einen digitalen Zwilling werden von mehreren Faktoren beeinflusst. Dazu zählen die Größe und Komplexität des abgebildeten Objekts, vorhandene Hard- und Software, der Aufwand für die Datenintegration, die Qualität und Aktualität der Daten sowie die gewünschten Funktionen und Analysemöglichkeiten (z.B. Simulationen, Prognosen, Szenarien).
  • Unterscheidung Datenbank vs. Avatar: Während eine klassische Datenbank primär der Speicherung und Bereitstellung von Daten dient, ist ein Avatar ein aktiver, vernetzter digitaler Zwilling. Avatare können Daten selbstständig interpretieren, aktualisieren und mit anderen Avataren interagieren und Informationen austauschen (vgl. Quelle: www.sciencedirect.com/science/article/pii/S2210670725004706).