Naturnahes Grünflächenmanagement
© RLP-KfK/Katrin Berlinghoff
In städtischen Räumen führen zunehmende Hitzeperioden, Luftverschmutzung und versiegelte Flächen zu einer verschärften Klimabelastung. Gleichzeitig nimmt die Biodiversität ab und es fehlt an natürlichen Flächen, die Wasser zurückhalten und zur Abkühlung beitragen. Naturnahe Grünflächen erhöhen die Artendiversität und optimieren das Mikroklima. Durch natürliche Bodenbeschaffenheiten kann Regenwasser besser aufgenommen werden und das Überschwemmungsrisiko wird minimiert. Verschiedene Pflanzen wie Kräuter, Stauden oder Sträucher fördern die Verdunstungsrate, verbessern die Luftqualität und schaffen Aufenthaltsräume. Naturnahe Grünflächen können sich positiv auf das psychische Wohlbefinden auswirken.
Ziel
- Klimatische Änderung
-
Handlungsfeld
-
Gebäude
Biologische Vielfalt
Raumplanung
Wasserhaushalt, Wasserwirtschaft
Tourismuswirtschaft
-
Klimafolge
-
- Arten und Populationen
- Biotope, Habitate und Ökosysteme
- Hitzebelastung
- Überschwemmungen
- Extremwetter
- Luftverschmutzung
- Psyche
- Hydrologie
- Vegetationsschäden
-
Anpassungsziel
-
- Bereitstellung von Frischluft
- Verzögerung und Vermeidung von Oberflächenabfluss
- Vermeidung von Hitzeinseln
- Verbesserung der Regenwasserrückhaltung
- Verbesserung der Luftqualität
- Reduktion des Überschwemmungsrisikos
- Erhöhung der Biodiversität
- Bewusstseins- und Verhaltensänderungen in Gang setzen
- Erhalt des natürlichen Wasserhaushalts
Organisation
-
Kommunale Arbeitsbereiche
-
- Kommunalplanung
- Natur- und Ressourcennutzung
-
Räumliche Bezugsebene
-
- Objekt
- Quartier
- Stadt
-
Maßnahmentyp
-
- blau
- grün
- weich
-
Beteiligte
-
- Grünflächenamt
- Bevölkerung
- Eigentümer*innen
- Liegenschaftsamt
- Landwirtschaftliche Betriebe
- Planungsamt
- Regionalverband
- Umweltamt
- Straßenbauamt
-
Umsetzungsinstrumente
-
- Bebauungspläne
- Flächennutzungsplan
- Förderprogramme auf Landesebene
- Gestaltungsrichtlinien (Bauordnungen)
- Grünplanung
Ressourcen
-
Umsetzungshorizont
-
kurzfristig
-
mittelfristig
-
langfristig
-
Nutzungsdauer
-
kurz
-
mittel
-
lang
-
Personalaufwand
-
gering
-
mittel
-
hoch
-
Regelmäßigkeit
-
einmalig
-
mehrmalig
-
kontinuierlich
-
Kosten
-
gering
-
mittel
-
hoch
-
Folgekosten
-
gering
-
mittel
-
hoch
Mögliche Maßnahmenelemente
- Anlage von Blühwiesen/Blühstreifen
- Umstellung auf extensive Pflege: Mahd nur zweimal im Jahr; Tierbeweidung
- Bachläufe renaturieren
- Extensive Bepflanzung von Grünflächen
- Anlage von Blühwiesen/Blühstreifen
- Umstellung auf extensive Pflege: Mahd nur zweimal im Jahr; Tierbeweidung
- Bachläufe renaturieren
- Extensive Bepflanzung von Grünflächen
Monitoring
- Anlage von Blühwiesen/Blühstreifen
- Umstellung auf extensive Pflege: Mahd nur zweimal im Jahr; Tierbeweidung
- Bachläufe renaturieren
- Extensive Bepflanzung von Grünflächen
- Biodiversitätsindikatoren
- Veränderung der Artenvielflat
- Veränderung der Umgebungstemperatur
- Menge der Regenwasserrückhaltung
- Kosten-Nutzen-Analyse
- Veränderung der Bodenindikatoren
- Veränderung der Wasseraufnahme
Co-Benefits
- Ökonomische Vorteile: Kosten- und Personaleinsparung in der dauerhaften Pflege der Flächen
- Soziale Aspekte: Pädagogische Begleitprogramme zur Beteiligung von Kindern und Jugendlichen; Aktive Beteiligung von Kitas, Schulen und anderen sozialen Einrichtungen möglich; Vernetzung von Nachbarschaften; Umweltgerechtigkeit
- Ökologische Vorteile: Deutliche Erhöhung der Biodiversität; Wassereinsparungen
- Verbesserung von Gesundheit und Lebensqualität
- Geringerer Pflegeaufwand: Extensive Bepflanzungen fordern weniger Pflegeaufwand und entlasten so die kommunalen Strukturen
- Ökonomische Vorteile: Kosten- und Personaleinsparung in der dauerhaften Pflege der Flächen
- Soziale Aspekte: Pädagogische Begleitprogramme zur Beteiligung von Kindern und Jugendlichen; Aktive Beteiligung von Kitas, Schulen und anderen sozialen Einrichtungen möglich; Vernetzung von Nachbarschaften; Umweltgerechtigkeit
- Ökologische Vorteile: Deutliche Erhöhung der Biodiversität; Wassereinsparungen
- Verbesserung von Gesundheit und Lebensqualität
- Geringerer Pflegeaufwand: Extensive Bepflanzungen fordern weniger Pflegeaufwand und entlasten so die kommunalen Strukturen
Zielkonflikte
- Konflikte bei der Flächennutzung: naturnahe Flächen können durch Beweidung oder Naturschutzmaßnahmen eventuell nicht mehr wie vorher von Erholungssuchenden genutzt werden
- Akzeptanz durch Optik: Herkömmliche Grünflächen sind meist gut gepflegt und beinhalten angelegte Beet- und/oder Rasenflächen während naturnahe Flächen wilder aussehen. Hierdurch könnte es zu einer geringeren Akzeptanz der Flächen kommen.
- Konflikte bei der Flächennutzung: naturnahe Flächen können durch Beweidung oder Naturschutzmaßnahmen eventuell nicht mehr wie vorher von Erholungssuchenden genutzt werden
- Akzeptanz durch Optik: Herkömmliche Grünflächen sind meist gut gepflegt und beinhalten angelegte Beet- und/oder Rasenflächen während naturnahe Flächen wilder aussehen. Hierdurch könnte es zu einer geringeren Akzeptanz der Flächen kommen.
Beispiele
- Naturnahes Grünflächenmanagement in Pirmasens: Good-Practice-Beispiel für biodiversitätsfördernde und klimaangepasste Pflege kommunaler Grünflächen.
- Kommunen für biologische Vielfalt: Netzwerk von Städten und Gemeinden zur Förderung der biologischen Vielfalt in Siedlungs- und Verkehrsflächen.
- NKK-444-geförderte Kommunen: Beispiele für Kommunen mit Förderung für naturnahes Grünflächenmanagement sind u.a. Neustadt, Trier, Bad Dürkheim, Bendorf sowie die Ortsgemeinden Oberelbert und Langenfeld.
- Aktionsprogramm Natürlicher Klimaschutz: Vortragsfolien mit Praxisbeispielen zu umgesetzten Projekten im Bereich naturnahes Grünflächenmanagement.
- Naturnahes Grünflächenmanagement in Pirmasens: Good-Practice-Beispiel für biodiversitätsfördernde und klimaangepasste Pflege kommunaler Grünflächen.
- Kommunen für biologische Vielfalt: Netzwerk von Städten und Gemeinden zur Förderung der biologischen Vielfalt in Siedlungs- und Verkehrsflächen.
- NKK-444-geförderte Kommunen: Beispiele für Kommunen mit Förderung für naturnahes Grünflächenmanagement sind u.a. Neustadt, Trier, Bad Dürkheim, Bendorf sowie die Ortsgemeinden Oberelbert und Langenfeld.
- Aktionsprogramm Natürlicher Klimaschutz: Vortragsfolien mit Praxisbeispielen zu umgesetzten Projekten im Bereich naturnahes Grünflächenmanagement.
Leitfäden
- Kompetenzzentrum Natürlicher Klimaschutz: Allgemeine Informationen, Vortragsfolien und Materialien zu Projekten und Förderansätzen im Rahmen des Aktionsprogramms Natürlicher Klimaschutz.
- Hintergrundpapier Kommunales Grünflächenmanagement: Zusammenfassung von Grundlagen, Zielen und Handlungsoptionen für ein klimaangepasstes und biodiversitätsförderndes Grünflächenmanagement.
- Handlungshilfe Naturnahe Grünflächen: Praxisorientierte Handlungshilfe zur Planung, Umsetzung und Pflege naturnaher Grünflächen einschließlich PikoParks.
- Kompetenzzentrum Natürlicher Klimaschutz: Allgemeine Informationen, Vortragsfolien und Materialien zu Projekten und Förderansätzen im Rahmen des Aktionsprogramms Natürlicher Klimaschutz.
- Hintergrundpapier Kommunales Grünflächenmanagement: Zusammenfassung von Grundlagen, Zielen und Handlungsoptionen für ein klimaangepasstes und biodiversitätsförderndes Grünflächenmanagement.
- Handlungshilfe Naturnahe Grünflächen: Praxisorientierte Handlungshilfe zur Planung, Umsetzung und Pflege naturnaher Grünflächen einschließlich PikoParks.