Klimaresiliente Naturerfahrungsräume

In Städten mit viel Versiegelung fehlen Flächen auf denen Kinder und Jugendliche, aber auch andere Personen Naturerfahrungen machen können. Die Schaffung von frei zugänglichen Naturerfahrungsräumen kann dem entgegenwirken. Die Flächen zeigen die „ungeplante“ Natur, um Natur- und Wildniserfahrungen in urbanen Räumen zu ermöglichen. So wird auch die Entwicklung der Motorik, der Sinne von Kindern und Jugendlichen unterstützt, sowie zu einer verbesserten allgemeinen Gesundheit beigetragen.

 

Ziel

Klimatische Änderung
Handlungsfeld
Biologische Vielfalt
Raumplanung
Stadt- und Siedlungsentwicklung
Wasserhaushalt, Wasserwirtschaft
Klimafolge
  • Arten und Populationen
  • Biotope, Habitate und Ökosysteme
  • Extremwetter
  • Luftverschmutzung
  • Bodenökologie
  • Hitzebelastung
  • Hydrologie
Anpassungsziel
  • Akzeptanz der Bevölkerung erhöhen
  • Bewusstseins- und Verhaltensänderungen in Gang setzen
  • aktive Beteiligung bestärken
  • Informationen bereitstellen
  • Erhöhung der urbanen Klimaresilienz
  • Erhöhung der Biodiversität
  • Vermeidung von Hitzeinseln

Organisation

Kommunale Arbeitsbereiche
  • Kommunalplanung
  • Soziales
  • Erholung
Räumliche Bezugsebene
  • Objekt
  • Quartier
  • Stadt
  • Umland
Maßnahmentyp
  • grün
  • blau
  • weich
Beteiligte
  • Bevölkerung
  • Eigentümer*innen
  • Forstverwaltung
  • Planungsamt
  • Umweltamt
  • Regionalverband
  • Pressestelle und Öffentlichkeitsarbeit
  • Grünflächenamt
Umsetzungsinstrumente
  • Landschaftsplanung
  • Restriktionsgebiete ausweisen
  • Rahmenplan
  • Fachplanung
  • Grünplanung
  • Gestaltungsrichtlinien (Bauordnungen)
  • Förderprogramme auf Landesebene
  • Flächennutzungsplan

Ressourcen

Umsetzungshorizont
kurzfristig
mittelfristig
langfristig
Nutzungsdauer
kurz
mittel
lang
Personalaufwand
gering
mittel
hoch
Regelmäßigkeit
einmalig
mehrmalig
kontinuierlich
Kosten
gering
mittel
hoch
Folgekosten
gering
mittel
hoch

Mögliche Maßnahmenelemente

  • Flächenpotenzial nutzen: Vorhandene Elemente z.B. Erdhügel, Matschlöcher, loses Material, etc. in Fläche integrieren. Bei sehr strukturlosen Flächen kann mit minimalen Eingriffen Struktur geschaffen werden, z.B. Gräben ausgehoben und Hügel gestaltet werden
  • Bauleitplanung: Grünfläche mit besonderer Zweckbestimmung ausweisen
  • Natürliche Entwicklung der Fläche unterstützen: extensive Pflege zur Offenhaltung je nach Standorteigenschaften
  • Erdmodellierungen
  • Pflanzaktionen
  • Gemeinsame Aktionen, Projekte und Feste
  • Aufstellen von Regeln zur Nutzung
  • Informationstafeln
  • Bildungsangebote und Workshops

 

 

  • Flächenpotenzial nutzen: Vorhandene Elemente z.B. Erdhügel, Matschlöcher, loses Material, etc. in Fläche integrieren. Bei sehr strukturlosen Flächen kann mit minimalen Eingriffen Struktur geschaffen werden, z.B. Gräben ausgehoben und Hügel gestaltet werden
  • Bauleitplanung: Grünfläche mit besonderer Zweckbestimmung ausweisen
  • Natürliche Entwicklung der Fläche unterstützen: extensive Pflege zur Offenhaltung je nach Standorteigenschaften
  • Erdmodellierungen
  • Pflanzaktionen
  • Gemeinsame Aktionen, Projekte und Feste
  • Aufstellen von Regeln zur Nutzung
  • Informationstafeln
  • Bildungsangebote und Workshops

 

 

Monitoring

  • Flächenpotenzial nutzen: Vorhandene Elemente z.B. Erdhügel, Matschlöcher, loses Material, etc. in Fläche integrieren. Bei sehr strukturlosen Flächen kann mit minimalen Eingriffen Struktur geschaffen werden, z.B. Gräben ausgehoben und Hügel gestaltet werden
  • Bauleitplanung: Grünfläche mit besonderer Zweckbestimmung ausweisen
  • Natürliche Entwicklung der Fläche unterstützen: extensive Pflege zur Offenhaltung je nach Standorteigenschaften
  • Erdmodellierungen
  • Pflanzaktionen
  • Gemeinsame Aktionen, Projekte und Feste
  • Aufstellen von Regeln zur Nutzung
  • Informationstafeln
  • Bildungsangebote und Workshops

 

 

  • Akzeptanz & Nutzung
  • Veränderung der Artenvielflat
  • Biodiversitätsindikatoren
  • Veränderung der Bodenindikatoren

Co-Benefits

  • Erhöhung der Biodiversität: Durch die großen naturbelassenen Flächen gibt es einen maßgeblichen Anstieg der Artenvielfalt im Stadtgebiet.
  • Wasserhaushalt: Auf der großen unversiegelten Fläche und durch den natürlichen, unverdichteten Boden kann Regenwasser versickern. So wird zum Hochwasserschutz, der Vermeidung von Starkregenschäden und der Verbesserung des Grundwasserhaushalts beigetragen.
  • Reduktion von Hitzeinseln: Durch die große Fläche mit vielfältiger Vegetation steigt die Verdunstungsrate und es entsteht ein merklicher Kühlungseffekt.
  • Verbesserung des Mikroklimas: Naturerfahrungsräume können Frisch- und Kaltluftschneißen darstellen und so zu einer Verbesserung des städtischen Mikroklimas beitragen.
  • Verbesserung der Luftqualität: Viele Pflanzen sind in der Lage Feinstaub und andere Verschmutzungen aus der Luft herauszufiltern. Da es sich bei Naturerfahrungsräumen um Flächen von mind. 1 ha handelt, kann hier ein bedeutender Effekt der Luftreinigung entstehen.
  • Soziales: Durch die Beteiligung und die Mitwirkung von verschiedenen Personen, kann ehrenamtliches Engagement gefördert werden.
  • Aufwertung des Wohnumfelds: Wohnviertel und Quartiere können durch das Anlegen eines Naturerlebnisraumes aufgewertet werden.
  • Gesundheit: Naturerfahrungsräume animieren sich draußen aufzuhalten und auf vielfältige Arten zu bewegen. Durch Bewegung an der frischen Luft kann die körperliche und psychische Gesundheit gefördert werden.
  • Kindliche Entwicklung: Körperbeherrschung, Kreativität, Risiko- und Sozialkompetenz werden gefördert.
  • Vernetzung von Grünflächen: Naturerfahrungsräume können mit anderen Grünflächen (Parks, etc.) verbunden und verknüpft werden. So entstehen grüne Korridore und neue Lebensräume, welche für viele Arten relevant sein können.
  • Entlastung der Kanalisation: Durch weniger versiegelte Fläche fließt weniger Regenwasser in die Kanalisation, sondern versickert auf den naturbelassenen Flächen. So wird die Kanalisation bei Starkregenereignissen entlastet.
  • (Umwelt-)Bildung: Umweltbewusstsein, Nachhaltige Handlungsansätze, Selbstwirksamkeit, naturwissenschaftliche Grundbildung oder motorische Kompetenzen können gefördert werden.

 

  • Erhöhung der Biodiversität: Durch die großen naturbelassenen Flächen gibt es einen maßgeblichen Anstieg der Artenvielfalt im Stadtgebiet.
  • Wasserhaushalt: Auf der großen unversiegelten Fläche und durch den natürlichen, unverdichteten Boden kann Regenwasser versickern. So wird zum Hochwasserschutz, der Vermeidung von Starkregenschäden und der Verbesserung des Grundwasserhaushalts beigetragen.
  • Reduktion von Hitzeinseln: Durch die große Fläche mit vielfältiger Vegetation steigt die Verdunstungsrate und es entsteht ein merklicher Kühlungseffekt.
  • Verbesserung des Mikroklimas: Naturerfahrungsräume können Frisch- und Kaltluftschneißen darstellen und so zu einer Verbesserung des städtischen Mikroklimas beitragen.
  • Verbesserung der Luftqualität: Viele Pflanzen sind in der Lage Feinstaub und andere Verschmutzungen aus der Luft herauszufiltern. Da es sich bei Naturerfahrungsräumen um Flächen von mind. 1 ha handelt, kann hier ein bedeutender Effekt der Luftreinigung entstehen.
  • Soziales: Durch die Beteiligung und die Mitwirkung von verschiedenen Personen, kann ehrenamtliches Engagement gefördert werden.
  • Aufwertung des Wohnumfelds: Wohnviertel und Quartiere können durch das Anlegen eines Naturerlebnisraumes aufgewertet werden.
  • Gesundheit: Naturerfahrungsräume animieren sich draußen aufzuhalten und auf vielfältige Arten zu bewegen. Durch Bewegung an der frischen Luft kann die körperliche und psychische Gesundheit gefördert werden.
  • Kindliche Entwicklung: Körperbeherrschung, Kreativität, Risiko- und Sozialkompetenz werden gefördert.
  • Vernetzung von Grünflächen: Naturerfahrungsräume können mit anderen Grünflächen (Parks, etc.) verbunden und verknüpft werden. So entstehen grüne Korridore und neue Lebensräume, welche für viele Arten relevant sein können.
  • Entlastung der Kanalisation: Durch weniger versiegelte Fläche fließt weniger Regenwasser in die Kanalisation, sondern versickert auf den naturbelassenen Flächen. So wird die Kanalisation bei Starkregenereignissen entlastet.
  • (Umwelt-)Bildung: Umweltbewusstsein, Nachhaltige Handlungsansätze, Selbstwirksamkeit, naturwissenschaftliche Grundbildung oder motorische Kompetenzen können gefördert werden.

Zielkonflikte

  • Raumnutzung: Da für Naturerfahrungsräume eine Fläche von mind. 1 ha nötig ist, fallen große Flächen für andere Nutzungsformen weg.
  • Akzeptanz: Naturbelassene Flächen sehen verwildert und unordentlich aus. Manche Menschen könnten sich an der Optik der „ungepflegten“ Fläche stören.
  • Raumnutzung: Da für Naturerfahrungsräume eine Fläche von mind. 1 ha nötig ist, fallen große Flächen für andere Nutzungsformen weg.
  • Akzeptanz: Naturbelassene Flächen sehen verwildert und unordentlich aus. Manche Menschen könnten sich an der Optik der „ungepflegten“ Fläche stören.

Beispiele

Leitfäden