Starkregen- und Hochwasservorsorgekonzepte
© RLP-KfK/Astrid Schamber
Starkregen tritt oftmals plötzlich auf. Zugleich stellt er ein enormes Überschwemmungsrisiko dar. Entstehende Sturzfluten können massive Schäden an Gebäuden, Hausrat, Infrastruktur und der Umwelt anrichten (z.B. durch Ausläufe von Heizöl oder andere wassergefährdende Stoffe, Entwurzelung von Bäumen durch Unterspülung oder massive Bodenerosion), sowie Menschenleben gefährden. Auch wirtschaftliche Schäden sind möglich (z.B. Zerstörung von Aussaaten oder Ernten und Erosion von Ackerböden). Räumlich können Starkregenereignisse überall auftreten und so auch für Städte und Gemeinden fernab von größeren Gewässern ein Überschwemmungsrisiko darstellen, welches durch örtliche Gegebenheiten beeinflusst wird. Daher ist es wichtig, dass jede Stadt und jede Gemeinde ein individuelles Hochwasserschutzvorsorgekonzept erstellt, um Gefahren besser einschätzen zu können, im Ernstfall schnell reagieren und Schäden minimieren zu können.
Ziel
- Klimatische Änderung
-
Niederschlag
-
Handlungsfeld
-
Gebäude
Bevölkerungsschutz
Raumplanung
Stadt- und Siedlungsentwicklung
Wasserhaushalt, Wasserwirtschaft
-
Klimafolge
-
- Verkehrssicherheit
- Versicherungskosten
- Hydrologie
- Überschwemmungen
- Vegetationsschäden
- Extremwetter
- Landwirtschaftliche Schäden
- Bodenwasserhaushalt
- Erosion
-
Anpassungsziel
-
- Entlastung der Kanalisation
- Verbesserung der Regenwasserrückhaltung
- Vermeidung von Starkregenschäden
- Reduktion des Überschwemmungsrisikos
- Erhöhung der urbanen Klimaresilienz
- Erhalt des natürlichen Wasserhaushalts
Organisation
-
Kommunale Arbeitsbereiche
-
- Kommunalplanung
- Kritische Infrastrukturen
- Übergeordnet
-
Räumliche Bezugsebene
-
- Stadt
- Umland
-
Maßnahmentyp
-
- weich
- grau
-
Beteiligte
-
- Bevölkerung
- Verwaltung
- Katastrophenschutz
- Entwässerungsbetriebe
- Tochterunternehmen
- Umweltamt
- Pressestelle und Öffentlichkeitsarbeit
Ressourcen
-
Umsetzungshorizont
-
kurzfristig
-
mittelfristig
-
langfristig
-
Nutzungsdauer
-
kurz
-
mittel
-
lang
-
Personalaufwand
-
gering
-
mittel
-
hoch
-
Regelmäßigkeit
-
einmalig
-
mehrmalig
-
kontinuierlich
-
Kosten
-
gering
-
mittel
-
hoch
-
Folgekosten
-
gering
-
mittel
-
hoch
Mögliche Maßnahmenelemente
- Ortsbegehung: Das eigene Gemeindegebiet sollte genau begutachtet werden um zu erkennen, welche Fließwege das Wasser nimmt und welche Schäden es dabei anrichten kann.
- Simulation von Fließwegen, beispielsweise druch die Nutzung des Hydro-Zwillngs RLP
- Defizitanalyse: Aufnahme, an welchen Stellen Defizite bestehen und welche Handlungsfeldersich daraus ergeben.
- Gas- und Öltanks, sowie andere Behälter mit umweltgefährdenden Stoffen lokalisieren
- Flächen mit besonderer Erosionsgefahr identifizieren
- Denkbare Lösungsansätze für alle relevanten Handlungsbereiche entwickeln
- Warnsysteme für die Bevölkerung erstellen
- Mögliche Standorte für Hochwasserrückhaltebecken/-anlagen festlegen
- Dokumentation und Sichtung von Erfahrungen aus zurückliegenden Starkregenereignissen
- Kostenschätzung möglicher notwendiger Baumaßnahmen
- Kooperation mit dem DWD und Weiterentwicklung von Systemen zur Hochwasservorhersage
- Optimierung von Feuerwehreinsätzen
- Hochwassevorsorge am Gewässer und Gewässerbaumaßnahmen
- Bei zukünftigen Sanierung- und Bauprojekten Hochwasserschutz bedenken
- Ortsbegehung: Das eigene Gemeindegebiet sollte genau begutachtet werden um zu erkennen, welche Fließwege das Wasser nimmt und welche Schäden es dabei anrichten kann.
- Simulation von Fließwegen, beispielsweise druch die Nutzung des Hydro-Zwillngs RLP
- Defizitanalyse: Aufnahme, an welchen Stellen Defizite bestehen und welche Handlungsfeldersich daraus ergeben.
- Gas- und Öltanks, sowie andere Behälter mit umweltgefährdenden Stoffen lokalisieren
- Flächen mit besonderer Erosionsgefahr identifizieren
- Denkbare Lösungsansätze für alle relevanten Handlungsbereiche entwickeln
- Warnsysteme für die Bevölkerung erstellen
- Mögliche Standorte für Hochwasserrückhaltebecken/-anlagen festlegen
- Dokumentation und Sichtung von Erfahrungen aus zurückliegenden Starkregenereignissen
- Kostenschätzung möglicher notwendiger Baumaßnahmen
- Kooperation mit dem DWD und Weiterentwicklung von Systemen zur Hochwasservorhersage
- Optimierung von Feuerwehreinsätzen
- Hochwassevorsorge am Gewässer und Gewässerbaumaßnahmen
- Bei zukünftigen Sanierung- und Bauprojekten Hochwasserschutz bedenken
Monitoring
- Ortsbegehung: Das eigene Gemeindegebiet sollte genau begutachtet werden um zu erkennen, welche Fließwege das Wasser nimmt und welche Schäden es dabei anrichten kann.
- Simulation von Fließwegen, beispielsweise druch die Nutzung des Hydro-Zwillngs RLP
- Defizitanalyse: Aufnahme, an welchen Stellen Defizite bestehen und welche Handlungsfeldersich daraus ergeben.
- Gas- und Öltanks, sowie andere Behälter mit umweltgefährdenden Stoffen lokalisieren
- Flächen mit besonderer Erosionsgefahr identifizieren
- Denkbare Lösungsansätze für alle relevanten Handlungsbereiche entwickeln
- Warnsysteme für die Bevölkerung erstellen
- Mögliche Standorte für Hochwasserrückhaltebecken/-anlagen festlegen
- Dokumentation und Sichtung von Erfahrungen aus zurückliegenden Starkregenereignissen
- Kostenschätzung möglicher notwendiger Baumaßnahmen
- Kooperation mit dem DWD und Weiterentwicklung von Systemen zur Hochwasservorhersage
- Optimierung von Feuerwehreinsätzen
- Hochwassevorsorge am Gewässer und Gewässerbaumaßnahmen
- Bei zukünftigen Sanierung- und Bauprojekten Hochwasserschutz bedenken
- Menge der Regenwasserrückhaltung
- Veränderung der Wasseraufnahme
- Veränderung der Abflussmenge
- Veränderung der Bodenindikatoren
- Biodiversitätsindikatoren
Co-Benefits
- Steigerung der Biodiversität: Durch die Renaturierung und Revitalisierung von Gewässern oder Grünflächen zur besseren Wasseraufnahme bei Starkregenereignissen, wird auch die Biodiversität und der ökologische Zustand verbessert.
- Abmilderung von Hitzeinseleffekten: Vermehrtes Anlegen von Grünflächen zur Retension kann auch zur reduzierung der Temperaturen beitragen.
- Sicherheitsgefühl stärken: Durch die Vorbereitung auf potentielle Extremereignisse kann das Sicherheitsgefühl und Vetrauen in die zuständigen Behörden gestärkt werden.
- Steigerung der Biodiversität: Durch die Renaturierung und Revitalisierung von Gewässern oder Grünflächen zur besseren Wasseraufnahme bei Starkregenereignissen, wird auch die Biodiversität und der ökologische Zustand verbessert.
- Abmilderung von Hitzeinseleffekten: Vermehrtes Anlegen von Grünflächen zur Retension kann auch zur reduzierung der Temperaturen beitragen.
- Sicherheitsgefühl stärken: Durch die Vorbereitung auf potentielle Extremereignisse kann das Sicherheitsgefühl und Vetrauen in die zuständigen Behörden gestärkt werden.
Zielkonflikte
- Flächennutzung: Flächen, die für den Hochwasserschutz gebraucht werden, fallen ggf. für andere Nutzungsformen weg
- Naturschutz: Bauliche Maßnahmen zum Hochwasserschutz stellen ggf. einen Eingriff in die Natur dar
- Flächennutzung: Flächen, die für den Hochwasserschutz gebraucht werden, fallen ggf. für andere Nutzungsformen weg
- Naturschutz: Bauliche Maßnahmen zum Hochwasserschutz stellen ggf. einen Eingriff in die Natur dar
Beispiele
- Hochwasser- und Starkregenvorsorgekonzept Neustadt an der Weinstraße: Kommunales Vorsorgekonzept mit Risikoanalyse, Maßnahmenkatalog und Beteiligungsprozess.
- Hochwasser- und Starkregenvorsorgekonzepte auf Verbandsgemeindeebene: Übersicht über Konzepte u.a. in den Verbandsgemeinden Alzey-Land, Diez, Gerolstein, Göllheim, Kandel, Kirchheimbolanden, Maifeld, Nahe-Glan, Rüdesheim, Selters und Traben-Trarbach.
- Hochwasser- und Starkregenvorsorgekonzept Neustadt an der Weinstraße: Kommunales Vorsorgekonzept mit Risikoanalyse, Maßnahmenkatalog und Beteiligungsprozess.
- Hochwasser- und Starkregenvorsorgekonzepte auf Verbandsgemeindeebene: Übersicht über Konzepte u.a. in den Verbandsgemeinden Alzey-Land, Diez, Gerolstein, Göllheim, Kandel, Kirchheimbolanden, Maifeld, Nahe-Glan, Rüdesheim, Selters und Traben-Trarbach.
Leitfäden
- Leitfaden Hochwasser- und Starkregenvorsorgekonzepte (IBH RLP): Leitfaden des Informations- und Beratungszentrums Hochwasservorsorge Rheinland-Pfalz zur Erstellung und Umsetzung kommunaler Hochwasser- und Starkregenvorsorgekonzepte.
- Leitfaden öHWSK Starkregen: Leitfaden des Ministeriums für Klimaschutz, Umwelt, Energie und Mobilität Rheinland-Pfalz für örtliche Hochwasser- und Starkregenvorsorgekonzepte, insbesondere für ländliche Mittelgebirgslagen.
- Leitfaden Hochwasser- und Starkregenvorsorgekonzepte (IBH RLP): Leitfaden des Informations- und Beratungszentrums Hochwasservorsorge Rheinland-Pfalz zur Erstellung und Umsetzung kommunaler Hochwasser- und Starkregenvorsorgekonzepte.
- Leitfaden öHWSK Starkregen: Leitfaden des Ministeriums für Klimaschutz, Umwelt, Energie und Mobilität Rheinland-Pfalz für örtliche Hochwasser- und Starkregenvorsorgekonzepte, insbesondere für ländliche Mittelgebirgslagen.
Bemerkungen
- Kompetenzzentrum Hochwasservorsorge und Hochwasserrisikomanagement (KHH): Zentrale Anlaufstelle in Rheinland-Pfalz für Informationen, Leitfäden, Fachmaterialien und Unterstützung zur Hochwasservorsorge und zum Hochwasserrisikomanagement.
- Informations- und Beratungszentrum Hochwasservorsorge Rheinland-Pfalz (ibh): Beratungs- und Informationsangebot für Kommunen, Fachbüros und Bürgerinnen und Bürger zu Hochwasser- und Starkregenvorsorge.
- Kompetenzzentrum Hochwasservorsorge und Hochwasserrisikomanagement (KHH): Zentrale Anlaufstelle in Rheinland-Pfalz für Informationen, Leitfäden, Fachmaterialien und Unterstützung zur Hochwasservorsorge und zum Hochwasserrisikomanagement.
- Informations- und Beratungszentrum Hochwasservorsorge Rheinland-Pfalz (ibh): Beratungs- und Informationsangebot für Kommunen, Fachbüros und Bürgerinnen und Bürger zu Hochwasser- und Starkregenvorsorge.