Klimaresiliente Gewerbegebiete

Gewerbegebiete sind oft großflächig versiegelt mit geringem Grünanteil. Sie heizen sich bei hohen Temperaturen stark auf, behindern druch hohe Bauten den Luftaustausch und speichern Wasser druch wenig Offenflächen schlecht. Hitze und Starkregen stellen einen besondere Belastung dar, auch für die Arbeitsbedingungen, Infrastruktur und Produktion, sodass es zu Störungen der Lieferketten kommen kann. Zudem verstärken solche Flächen die Überwärmung angrenzender Stadtquartiere. Klimaangepasste Gewerbegebiete setzen auf Begrünung, Entsiegelung und blau-grüne Infrastruktur. Maßnahmen wie Dach- und Fassadenbegrünung, Versickerungsflächen, helle Beläge und Verschattung senken Temperaturen, puffern Starkregen und verbessern das Arbeitsumfeld. So werden Gewerbegebiete klimaresilient, wirtschaftlich stabil und attraktiver.

 

Ziel

Klimatische Änderung
Hagel
Niederschlag

Trockenheit

Handlungsfeld
Energiewirtschaft
Gebäude
Raumplanung
Stadt- und Siedlungsentwicklung
Industrie und Gewerbe
Klimafolge
  • Gebäudeschäden
  • Bauprozess
  • Verkehrsablauf
  • Luftverschmutzung
  • Hitzebelastung
Anpassungsziel
  • Erhöhung der urbanen Klimaresilienz
  • Vermeidung von Hitzeinseln
  • Reduktion der thermischen Belastung
  • Vermeidung von Starkregenschäden
  • Verbesserung der Luftqualität
  • Entlastung der Kanalisation
  • Bereitstellung von Frischluft

Organisation

Kommunale Arbeitsbereiche
  • Kommunalplanung
Räumliche Bezugsebene
  • Objekt
  • Stadt
  • Quartier
Maßnahmentyp
  • grau
  • blau
  • weich
Beteiligte
  • Hochbauamt
  • Planungsamt
  • Stadtbauämter
  • Eigentümer*innen
  • Entwässerungsbetriebe
  • Grünflächenamt
  • Tiefbauamt
  • Örtliche Energieversorger
  • Örtliche Wasserversorger

Ressourcen

Umsetzungshorizont
kurzfristig
mittelfristig
langfristig
Nutzungsdauer
kurz
mittel
lang
Personalaufwand
gering
mittel
hoch
Regelmäßigkeit
einmalig
mehrmalig
kontinuierlich
Kosten
gering
mittel
hoch
Folgekosten
gering
mittel
hoch

Mögliche Maßnahmenelemente

  • Begrünung von Dächern, Fassaden und Freiflächen zur Kühlung, Verdunstung und Verbesserung des Mikroklimas
  • Entsiegelung, Retentions- bzw. Versickerungsflächen und blau-grüne Infrastruktur zur Wasseraufnahme bei Starkregen
  • Gestaltung von Aufenthaltsräumen mit Schatten und Pflanzen erhöht die Aufenthaltsqualität und schützt Beschäftigte
  • Helle Beläge, angepasste Baumaterialien und belüftbare Bauformen reduzieren Überhitzung
  • Regenwassernutzung zur Bewässerung von Grünflächen
  • Zweikanalsystem: Trennung verschieden stark belasteter Abwässer zur effizienteren Reinigung
  • Prinzip und Elemente einer Schwammstadt
  • Begrünung von Dächern, Fassaden und Freiflächen zur Kühlung, Verdunstung und Verbesserung des Mikroklimas
  • Entsiegelung, Retentions- bzw. Versickerungsflächen und blau-grüne Infrastruktur zur Wasseraufnahme bei Starkregen
  • Gestaltung von Aufenthaltsräumen mit Schatten und Pflanzen erhöht die Aufenthaltsqualität und schützt Beschäftigte
  • Helle Beläge, angepasste Baumaterialien und belüftbare Bauformen reduzieren Überhitzung
  • Regenwassernutzung zur Bewässerung von Grünflächen
  • Zweikanalsystem: Trennung verschieden stark belasteter Abwässer zur effizienteren Reinigung
  • Prinzip und Elemente einer Schwammstadt

Monitoring

  • Begrünung von Dächern, Fassaden und Freiflächen zur Kühlung, Verdunstung und Verbesserung des Mikroklimas
  • Entsiegelung, Retentions- bzw. Versickerungsflächen und blau-grüne Infrastruktur zur Wasseraufnahme bei Starkregen
  • Gestaltung von Aufenthaltsräumen mit Schatten und Pflanzen erhöht die Aufenthaltsqualität und schützt Beschäftigte
  • Helle Beläge, angepasste Baumaterialien und belüftbare Bauformen reduzieren Überhitzung
  • Regenwassernutzung zur Bewässerung von Grünflächen
  • Zweikanalsystem: Trennung verschieden stark belasteter Abwässer zur effizienteren Reinigung
  • Prinzip und Elemente einer Schwammstadt
  • Veränderung der Umgebungstemperatur
  • Kosten-Nutzen-Analyse
  • Veränderung der Gebäudetemperatur
  • Veränderung der Wasseraufnahme
  • Veränderung der Bodenindikatoren
  • Menge der Regenwasserrückhaltung
  • Veränderung der Artenvielflat

Co-Benefits

  • Steigerung der Biodiversität durch Dach- und Fassadenbegrünung, Baumpflanzungen und Anlage von Grünflächen
  • Klimaschutz an Gebäuden, z.B. Dämmung (auch durch Fassaden- und Dachbegrünung)= weniger Energieverlust und - bedarf und angenehmere Innentemperatur/Innenraumklima
  • Soziale/ psychische Faktoren: Grünflächen tragen zur psychischen Gesundheit bei; Arbeitende können Flächen in Pause nutzen
  • Außenwirkung/ Ansiedelung von grünen Firmen/ Start-ups
  • Steigerung der Biodiversität durch Dach- und Fassadenbegrünung, Baumpflanzungen und Anlage von Grünflächen
  • Klimaschutz an Gebäuden, z.B. Dämmung (auch durch Fassaden- und Dachbegrünung)= weniger Energieverlust und - bedarf und angenehmere Innentemperatur/Innenraumklima
  • Soziale/ psychische Faktoren: Grünflächen tragen zur psychischen Gesundheit bei; Arbeitende können Flächen in Pause nutzen
  • Außenwirkung/ Ansiedelung von grünen Firmen/ Start-ups

Zielkonflikte

  • Investitionskosten: Ggf. entstehen hohe Kosten, da starke bauliche Veränderungen nötig sind
  • Flächenentsiegelung vs. wirtschaftliche Nutzbarkeit: Durch die Anlage von Grünflächen und die Entsiegelung von Boden fallen Gewerbeflächen weg und es kann zu Ertragseinbußen kommen
  • Klimabezogene Auflagen vs. Standortattraktivität: Auflagen z.B. zur Dachbegrünung o.ä. können für Unternehmen höhere Kosten bedeuten; ggf. dann keine Ansiedelung
  • Investitionskosten: Ggf. entstehen hohe Kosten, da starke bauliche Veränderungen nötig sind
  • Flächenentsiegelung vs. wirtschaftliche Nutzbarkeit: Durch die Anlage von Grünflächen und die Entsiegelung von Boden fallen Gewerbeflächen weg und es kann zu Ertragseinbußen kommen
  • Klimabezogene Auflagen vs. Standortattraktivität: Auflagen z.B. zur Dachbegrünung o.ä. können für Unternehmen höhere Kosten bedeuten; ggf. dann keine Ansiedelung

Beispiele

Leitfäden