Biotopverbundplanung
© RLP-KfK/Katrin Berlinghoff
Der Klimawandel verändert durch steigende Temperaturen, veränderte Niederschläge und Extremwetter die Lebensbedingungen von Tier- und Pflanzenarten. Phänologische Ereignisse treten früher auf, Verbreitungsgebiete verschieben sich und es kommt zu Artenverlust, veränderter Artenzusammensetzung sowie zur Ausbreitung invasiver Neobiota. Gleichzeitig führt die Zerschneidung der Landschaft durch Siedlungen und Verkehrsinfrastruktur zu isolierten Lebensräumen, was genetische Vielfalt und Anpassungsfähigkeit weiter schwächt.
Ein Biotopverbund wirkt diesen Entwicklungen entgegen, indem er Lebensräume vernetzt und Wanderungen ermöglicht. Durch Kernflächen, Verbindungsflächen und -korridore (z. B. Hecken, Gewässer, Grünbrücken) sowie Trittsteine werden Populationen stabilisiert, genetischer Austausch gefördert und die Resilienz von Arten und Lebensräumen gegenüber Klimawandelfolgen gestärkt.
Ziel
- Klimatische Änderung
-
Handlungsfeld
-
Biologische Vielfalt
Raumplanung
Stadt- und Siedlungsentwicklung
-
Klimafolge
-
- Arten und Populationen
- Biotope, Habitate und Ökosysteme
- Gewässerökologie
- Waldbiodiversität
- Vegetationsschäden
- Bodenökologie
-
Anpassungsziel
-
- aktive Beteiligung bestärken
- Erhöhung der Biodiversität
- Verbesserung der Regenwasserrückhaltung
- Erhalt des natürlichen Wasserhaushalts
- Informationen bereitstellen
- Erhöhung der urbanen Klimaresilienz
Organisation
-
Kommunale Arbeitsbereiche
-
- Natur- und Ressourcennutzung
-
Räumliche Bezugsebene
-
- Umland
- Stadt
-
Maßnahmentyp
-
- grün
- blau
-
Beteiligte
-
- Bevölkerung
- Eigentümer*innen
- Landwirtschaftliche Betriebe
- Planungsamt
- Umweltamt
Ressourcen
-
Umsetzungshorizont
-
kurzfristig
-
mittelfristig
-
langfristig
-
Nutzungsdauer
-
kurz
-
mittel
-
lang
-
Personalaufwand
-
gering
-
mittel
-
hoch
-
Regelmäßigkeit
-
einmalig
-
mehrmalig
-
kontinuierlich
-
Kosten
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gering
-
mittel
-
hoch
-
Folgekosten
-
gering
-
mittel
-
hoch
Mögliche Maßnahmenelemente
- Wiedervernetzung: Die Errichtung von Querungshilfen/Grünbrücken über Autobahnen und Trittsteinhabitaten können die Wiedervernetzung von Lebensräumen umsetzen, die durch Straßen oder Siedlungen voneinander getrennt sind.
- Ökologische Aufwertung von Ackerland: Durch die Umwandlung von Ackerflächen zu extensiv und ökologisch genutzten Flächen, kann die Artenvielfalt unterstützt werden. Weiterhin können die Anlage von Blühstreifen wichtige Habitate für Insekten bilden und Gehölzstreifen als Korridore für wandernde Arten fungieren.
- Renaturierung von Feuchtwiesen und Uferbereichen: Wiesenbrutvögel wie Kibitz und Bachvogel sind in ihrer Lebensweise an Feuchtwiesen angepasst. Durch die Entfernung von Drainagen oder das Aufstauen von Gräben können zuvor entwässerte Flächen renaturiert werden, um diesen Lebensraum wieder zugänglich zu machen. Ebenso kann die Renaturierung von Uferbereichen diesen wertvollen Lebensraum wieder herstellen, wenn er zuvor durch den Eingriff des Menschen verändert wurde.
- Fischwanderhilfen und Durchlässe: Die Wanderung von Arten, die Fließgewässer bewohnen, kann durch Wanderhilfen und die naturnahe Gestaltung von Durchlässen unterstützt werden.
- Grünflächen im Siedlungsbereich: Grünflächen wie Parks, Friedhöfe und Straßenbegleitgrün stellen wichtige Trittsteinbiotope dar. Ihr Ausbau und ihre ökologische Pflege sind wichtige Maßnahmen für den Biotopverbund. Bei der Pflege von Wiesen kann beispielsweise eine naturfeundliche Mahd die Biodiversität an diesen Standorten unterstützen.
- Wiedervernetzung: Die Errichtung von Querungshilfen/Grünbrücken über Autobahnen und Trittsteinhabitaten können die Wiedervernetzung von Lebensräumen umsetzen, die durch Straßen oder Siedlungen voneinander getrennt sind.
- Ökologische Aufwertung von Ackerland: Durch die Umwandlung von Ackerflächen zu extensiv und ökologisch genutzten Flächen, kann die Artenvielfalt unterstützt werden. Weiterhin können die Anlage von Blühstreifen wichtige Habitate für Insekten bilden und Gehölzstreifen als Korridore für wandernde Arten fungieren.
- Renaturierung von Feuchtwiesen und Uferbereichen: Wiesenbrutvögel wie Kibitz und Bachvogel sind in ihrer Lebensweise an Feuchtwiesen angepasst. Durch die Entfernung von Drainagen oder das Aufstauen von Gräben können zuvor entwässerte Flächen renaturiert werden, um diesen Lebensraum wieder zugänglich zu machen. Ebenso kann die Renaturierung von Uferbereichen diesen wertvollen Lebensraum wieder herstellen, wenn er zuvor durch den Eingriff des Menschen verändert wurde.
- Fischwanderhilfen und Durchlässe: Die Wanderung von Arten, die Fließgewässer bewohnen, kann durch Wanderhilfen und die naturnahe Gestaltung von Durchlässen unterstützt werden.
- Grünflächen im Siedlungsbereich: Grünflächen wie Parks, Friedhöfe und Straßenbegleitgrün stellen wichtige Trittsteinbiotope dar. Ihr Ausbau und ihre ökologische Pflege sind wichtige Maßnahmen für den Biotopverbund. Bei der Pflege von Wiesen kann beispielsweise eine naturfeundliche Mahd die Biodiversität an diesen Standorten unterstützen.
Monitoring
- Wiedervernetzung: Die Errichtung von Querungshilfen/Grünbrücken über Autobahnen und Trittsteinhabitaten können die Wiedervernetzung von Lebensräumen umsetzen, die durch Straßen oder Siedlungen voneinander getrennt sind.
- Ökologische Aufwertung von Ackerland: Durch die Umwandlung von Ackerflächen zu extensiv und ökologisch genutzten Flächen, kann die Artenvielfalt unterstützt werden. Weiterhin können die Anlage von Blühstreifen wichtige Habitate für Insekten bilden und Gehölzstreifen als Korridore für wandernde Arten fungieren.
- Renaturierung von Feuchtwiesen und Uferbereichen: Wiesenbrutvögel wie Kibitz und Bachvogel sind in ihrer Lebensweise an Feuchtwiesen angepasst. Durch die Entfernung von Drainagen oder das Aufstauen von Gräben können zuvor entwässerte Flächen renaturiert werden, um diesen Lebensraum wieder zugänglich zu machen. Ebenso kann die Renaturierung von Uferbereichen diesen wertvollen Lebensraum wieder herstellen, wenn er zuvor durch den Eingriff des Menschen verändert wurde.
- Fischwanderhilfen und Durchlässe: Die Wanderung von Arten, die Fließgewässer bewohnen, kann durch Wanderhilfen und die naturnahe Gestaltung von Durchlässen unterstützt werden.
- Grünflächen im Siedlungsbereich: Grünflächen wie Parks, Friedhöfe und Straßenbegleitgrün stellen wichtige Trittsteinbiotope dar. Ihr Ausbau und ihre ökologische Pflege sind wichtige Maßnahmen für den Biotopverbund. Bei der Pflege von Wiesen kann beispielsweise eine naturfeundliche Mahd die Biodiversität an diesen Standorten unterstützen.
- Biodiversitätsindikatoren
- Veränderung der Artenvielflat
- Veränderung der Bodenindikatoren
- Veränderung der Abflussmenge
- Akzeptanz & Nutzung
Co-Benefits
- Erholungsfunktion: Biotopverbundflächen schaffen naturnahe, attraktive Landschaftsstrukturen. Sie können die Lebensqualität steigern und fördern das körperliche sowie mentale Wohlbefinden der Bevölkerung.
- Bodenverbesserung und Erosionsschutz: Durch den Ausbau und Erhalt vielfältiger Vegetationsstrukturen kann ein tiefreichendes Wurzelsystem unterstützt werden. Dadurch können Böden stabilisiert und der Humusaufbau gefördert werden, was Bodenerosion reduziert und Fruchtbarkeit verbessern kann.
- Hochwasserschutz: Verbundflächen wie Feuchtgebiete, Wiesen und Auen erhöhen die Versickerungsfähigkeit und den Wasserrückhalt in der Landschaft. Niederschlagswasser kann so zurückgehalten und das Risiko für Überschwemmungen insbesondere bei Starkregenereignissen deutlich reduziert werden.
- Erholungsfunktion: Biotopverbundflächen schaffen naturnahe, attraktive Landschaftsstrukturen. Sie können die Lebensqualität steigern und fördern das körperliche sowie mentale Wohlbefinden der Bevölkerung.
- Bodenverbesserung und Erosionsschutz: Durch den Ausbau und Erhalt vielfältiger Vegetationsstrukturen kann ein tiefreichendes Wurzelsystem unterstützt werden. Dadurch können Böden stabilisiert und der Humusaufbau gefördert werden, was Bodenerosion reduziert und Fruchtbarkeit verbessern kann.
- Hochwasserschutz: Verbundflächen wie Feuchtgebiete, Wiesen und Auen erhöhen die Versickerungsfähigkeit und den Wasserrückhalt in der Landschaft. Niederschlagswasser kann so zurückgehalten und das Risiko für Überschwemmungen insbesondere bei Starkregenereignissen deutlich reduziert werden.
Zielkonflikte
- Konflikte mit Eigentümer*innen vs. Vernetzung der Beteiligten: Sind Flächen, die für die Umsetzung eines Biotopverbunds gebraucht werden, in Privatbesitz, kann es zu Interessenkonflikten kommen. Gleichzeitig könnte ein wertvoller Dialog mit den Eigentümer*innen entstehen, der ihre Vernetzung untereinander und das Verantwortungsbewusstsein für die Beteiligung an wichtigen Klimaanpassungsmaßnahmen stärkt.
- Einbindung vieler Akteur*innen vs. Koordinationsaufwand: Der Aufbau eines Biotopverbunds lebt davon, dass unterschiedliche lokale Akteure eingebunden werden. Dabei erhöht sich jedoch der Koordinations- und Kommunikationsaufwand deutlich.
- Partizipation vs. Fachlichkeit: Eine breite Beteiligung durch Workshops, Umweltbildung oder regelmäßigen Austausch stärkt die Akzeptanz und das Verständnis für Biotopverbundmaßnahmen. Es ist jedoch sicherzustellen, dass Maßnahmen ökologisch sinnvoll und fachlich korrekt ausgeführt werden.
- Folgepflege vs. Pflegeaufwand: Um Maßnahmenziele eines Biotopverbunds zu sichern, ist eine langfristige Pflege- und Entwicklungsplanung notwendig, was einen personellen Aufwand bedeutet.
- Konflikte mit Eigentümer*innen vs. Vernetzung der Beteiligten: Sind Flächen, die für die Umsetzung eines Biotopverbunds gebraucht werden, in Privatbesitz, kann es zu Interessenkonflikten kommen. Gleichzeitig könnte ein wertvoller Dialog mit den Eigentümer*innen entstehen, der ihre Vernetzung untereinander und das Verantwortungsbewusstsein für die Beteiligung an wichtigen Klimaanpassungsmaßnahmen stärkt.
- Einbindung vieler Akteur*innen vs. Koordinationsaufwand: Der Aufbau eines Biotopverbunds lebt davon, dass unterschiedliche lokale Akteure eingebunden werden. Dabei erhöht sich jedoch der Koordinations- und Kommunikationsaufwand deutlich.
- Partizipation vs. Fachlichkeit: Eine breite Beteiligung durch Workshops, Umweltbildung oder regelmäßigen Austausch stärkt die Akzeptanz und das Verständnis für Biotopverbundmaßnahmen. Es ist jedoch sicherzustellen, dass Maßnahmen ökologisch sinnvoll und fachlich korrekt ausgeführt werden.
- Folgepflege vs. Pflegeaufwand: Um Maßnahmenziele eines Biotopverbunds zu sichern, ist eine langfristige Pflege- und Entwicklungsplanung notwendig, was einen personellen Aufwand bedeutet.
Beispiele
- Biotopverbundplanung im Rhein-Pfalz-Kreis: Darstellung der kreisweiten Biotopverbundplanung mit Zielen, Maßnahmen und Prioritäten zur Vernetzung von Lebensräumen sowie zur Stärkung der Biodiversität und Anpassungsfähigkeit an den Klimawandel.
- Biotopverbund Bornheim: Informationsseite zur Relevanz von Biotopverbünden für Artenvielfalt, Landschaftsqualität und Klimaanpassung, anschaulich erläutert am Beispiel der Gemeinde Bornheim.
- Biotopverbund als Klimaanpassungsstrategie im Naturpark Diemelsee: Abschlussbericht eines DBU-geförderten Projekts, das den Biotopverbund als zentrales Instrument des Naturschutzes zur Anpassung an den Klimawandel untersucht und bewertet.
- Biotopverbundplanung Gemeinde Aspach (BW): Kommunaler Biotopverbundplan mit Bestandsanalyse, Zielkonzept und konkreten Maßnahmen zur Vernetzung von Lebensräumen auf Gemeindeebene.
- Biotopverbundplanung im Rhein-Pfalz-Kreis: Darstellung der kreisweiten Biotopverbundplanung mit Zielen, Maßnahmen und Prioritäten zur Vernetzung von Lebensräumen sowie zur Stärkung der Biodiversität und Anpassungsfähigkeit an den Klimawandel.
- Biotopverbund Bornheim: Informationsseite zur Relevanz von Biotopverbünden für Artenvielfalt, Landschaftsqualität und Klimaanpassung, anschaulich erläutert am Beispiel der Gemeinde Bornheim.
- Biotopverbund als Klimaanpassungsstrategie im Naturpark Diemelsee: Abschlussbericht eines DBU-geförderten Projekts, das den Biotopverbund als zentrales Instrument des Naturschutzes zur Anpassung an den Klimawandel untersucht und bewertet.
- Biotopverbundplanung Gemeinde Aspach (BW): Kommunaler Biotopverbundplan mit Bestandsanalyse, Zielkonzept und konkreten Maßnahmen zur Vernetzung von Lebensräumen auf Gemeindeebene.
Leitfäden
- Leitfaden für mehr Lebensräume und Artenvielfalt in Kommunen: Praxisorientierter Leitfaden zur Förderung des Biotopverbunds auf kommunaler Ebene mit konkreten Handlungsempfehlungen, Maßnahmenbeispielen und Hinweisen zur Umsetzung, Finanzierung und Beteiligung.
- Fachkonzept zum landesweiten Biotopverbund Rheinland-Pfalz: Methodische Grundlage des landesweiten Biotopverbunds mit Beschreibung von Zielen, Kriterien, Datengrundlagen und Vorgehensweisen zur Identifikation, Bewertung und Planung von Verbundachsen und Kernflächen.
- Leitfaden für mehr Lebensräume und Artenvielfalt in Kommunen: Praxisorientierter Leitfaden zur Förderung des Biotopverbunds auf kommunaler Ebene mit konkreten Handlungsempfehlungen, Maßnahmenbeispielen und Hinweisen zur Umsetzung, Finanzierung und Beteiligung.
- Fachkonzept zum landesweiten Biotopverbund Rheinland-Pfalz: Methodische Grundlage des landesweiten Biotopverbunds mit Beschreibung von Zielen, Kriterien, Datengrundlagen und Vorgehensweisen zur Identifikation, Bewertung und Planung von Verbundachsen und Kernflächen.