Klimaresiliente Wälder

Wälder erfüllen zentrale ökologische Funktionen, darunter Kohlenstoffspeicherung, Sauerstoffproduktion, Bodenschutz, Temperaturregulation und Immissionsminderung. Zudem tragen sie wesentlich zum Wasserhaushalt bei, indem sie Niederschläge zurückhalten, filtern und die Grundwasserneubildung fördern. Infolge zunehmender Extremwetterereignisse sind Wälder in den letzten Jahren verstärkt geschädigt worden und einzelne heimische Baumarten stoßen dabei an ihre Anpassungsgrenzen.

Zur Risikominimierung und Stabilisierung der Waldökosysteme ist eine hohe Arten- und Strukturvielfalt anzustreben. Eine flächige Verteilung und Versickerung von Niederschlagswasser verbessert die Wasserverfügbarkeit, unterstützt die Grundwasserneubildung und reduziert Bodenabtrag. Auf durch Extremereignisse entstandenen Kahlflächen ist eine zeitnahe Wiederherstellung der Waldstruktur erforderlich, um Bodenfunktionen und ökologische Prozesse langfristig zu sichern.

 

 

Ziel

Klimatische Änderung

Trockenheit

Sturm
Niederschlag
Hagel
Handlungsfeld
Biologische Vielfalt
Wasserhaushalt, Wasserwirtschaft
Klimafolge
  • Waldschäden
  • Waldphänolgie
  • Waldbiodiversität
  • Arten und Populationen
  • Biotope, Habitate und Ökosysteme
  • Erosion
  • Bodenökologie
  • Extremwetter
  • Vegetationsschäden
Anpassungsziel
  • Erhöhung der Biodiversität
  • Erhalt des natürlichen Wasserhaushalts
  • Verbesserung der Regenwasserrückhaltung
  • Verbesserung der Luftqualität
  • Verzögerung und Vermeidung von Oberflächenabfluss
  • Erhöhung der Wasserinfiltration in der Fläche
  • Verringerung von Bodenerosion durch Wasser
  • Walderhalt

Organisation

Kommunale Arbeitsbereiche
  • Natur- und Ressourcennutzung
Räumliche Bezugsebene
  • Umland
Maßnahmentyp
  • grün
  • blau
Beteiligte
  • Umweltamt
  • Forstverwaltung
  • Eigentümer*innen
Umsetzungsinstrumente
  • Baumsatzungen
  • Restriktionsgebiete ausweisen
  • Schutzgebiete ausweisen
  • Biotopverbund
  • Förderprogramm für Bürgerschaft

Ressourcen

Umsetzungshorizont
kurzfristig
mittelfristig
langfristig
Nutzungsdauer
kurz
mittel
lang
Personalaufwand
gering
mittel
hoch
Regelmäßigkeit
einmalig
mehrmalig
kontinuierlich
Kosten
gering
mittel
hoch
Folgekosten
gering
mittel
hoch

Mögliche Maßnahmenelemente

  • Waldumbau: Wälder, die stark durch eine einzelne Baumart geprägt sind, werden in strukturreiche Mischwälder überführt. Diese charakterisieren sich insbesondere durch eine Vielzahl an Baumarten, unterschiedliche Altersstufen der Bäume und verschiedene Lichtverhältnisse. Artenvielfalt wird überwiegend durch Naturverjüngung erreicht, ggf. ergänzt durch Pflanzung bzw. Ansamung dürreresterer Arten. Hierbei wird idealerweise Saat- und Pflanzgut von Wäldern in Rheinland-Pfalz verwendet, die bereits heute ein trocken-warmes Kleinklima aufweisen, wie an den sonnenexponierten Hanglagen der Flusstäler von Rhein und Mosel. In geringem Umfang können auch Arten aus südosteuropäischen Ländern eingeführt werden, deren klimatische Eignung für Rheinland-Pfalz geprüft ist und deren ursprüngliche Lebensgemeinschaften den bei uns heimischen ähneln (z.B. Eichenarten). Beispiele sind Edelkastanie, Flaum- oder Zerreiche.
  • naturnahe Bewirtschaftung von Wäldern: Anstreben von Mischwälder mit einem hohen Anteil regionaltypischer Laubbäume; Anpassung der Pflege, Behandlung und Ernte der vorkommenden Baumarten an die unterschiedlichen Phasen der Waldentwicklung; Verzicht auf Kahlschläge; ökosystemverträgliche Bewirtschaftung der Wildvorkommen, so dass Waldverjüngung ohne Zaun möglich ist; Baumernte nach individueller Reife; natürliche Verjüngung hat Vorrang vor Pflanzung; Waldböden werden nicht auf ganzer Fläche befahren; spezielle Behandlung wertvoller Waldrände; weitgehender Verzicht auf die Verwendung von Chemikalien; Erhalt, Pflege und Entwicklung waldtypischer Lebensräumen (zum Beispiel Alt- und Totholz) und seltener Tier- und Pflanzenarten; wissenschaftliche Betreuung des Netzes der Naturwaldreservate
  • Waldumbau: Wälder, die stark durch eine einzelne Baumart geprägt sind, werden in strukturreiche Mischwälder überführt. Diese charakterisieren sich insbesondere durch eine Vielzahl an Baumarten, unterschiedliche Altersstufen der Bäume und verschiedene Lichtverhältnisse. Artenvielfalt wird überwiegend durch Naturverjüngung erreicht, ggf. ergänzt durch Pflanzung bzw. Ansamung dürreresterer Arten. Hierbei wird idealerweise Saat- und Pflanzgut von Wäldern in Rheinland-Pfalz verwendet, die bereits heute ein trocken-warmes Kleinklima aufweisen, wie an den sonnenexponierten Hanglagen der Flusstäler von Rhein und Mosel. In geringem Umfang können auch Arten aus südosteuropäischen Ländern eingeführt werden, deren klimatische Eignung für Rheinland-Pfalz geprüft ist und deren ursprüngliche Lebensgemeinschaften den bei uns heimischen ähneln (z.B. Eichenarten). Beispiele sind Edelkastanie, Flaum- oder Zerreiche.
  • naturnahe Bewirtschaftung von Wäldern: Anstreben von Mischwälder mit einem hohen Anteil regionaltypischer Laubbäume; Anpassung der Pflege, Behandlung und Ernte der vorkommenden Baumarten an die unterschiedlichen Phasen der Waldentwicklung; Verzicht auf Kahlschläge; ökosystemverträgliche Bewirtschaftung der Wildvorkommen, so dass Waldverjüngung ohne Zaun möglich ist; Baumernte nach individueller Reife; natürliche Verjüngung hat Vorrang vor Pflanzung; Waldböden werden nicht auf ganzer Fläche befahren; spezielle Behandlung wertvoller Waldrände; weitgehender Verzicht auf die Verwendung von Chemikalien; Erhalt, Pflege und Entwicklung waldtypischer Lebensräumen (zum Beispiel Alt- und Totholz) und seltener Tier- und Pflanzenarten; wissenschaftliche Betreuung des Netzes der Naturwaldreservate

Monitoring

  • Waldumbau: Wälder, die stark durch eine einzelne Baumart geprägt sind, werden in strukturreiche Mischwälder überführt. Diese charakterisieren sich insbesondere durch eine Vielzahl an Baumarten, unterschiedliche Altersstufen der Bäume und verschiedene Lichtverhältnisse. Artenvielfalt wird überwiegend durch Naturverjüngung erreicht, ggf. ergänzt durch Pflanzung bzw. Ansamung dürreresterer Arten. Hierbei wird idealerweise Saat- und Pflanzgut von Wäldern in Rheinland-Pfalz verwendet, die bereits heute ein trocken-warmes Kleinklima aufweisen, wie an den sonnenexponierten Hanglagen der Flusstäler von Rhein und Mosel. In geringem Umfang können auch Arten aus südosteuropäischen Ländern eingeführt werden, deren klimatische Eignung für Rheinland-Pfalz geprüft ist und deren ursprüngliche Lebensgemeinschaften den bei uns heimischen ähneln (z.B. Eichenarten). Beispiele sind Edelkastanie, Flaum- oder Zerreiche.
  • naturnahe Bewirtschaftung von Wäldern: Anstreben von Mischwälder mit einem hohen Anteil regionaltypischer Laubbäume; Anpassung der Pflege, Behandlung und Ernte der vorkommenden Baumarten an die unterschiedlichen Phasen der Waldentwicklung; Verzicht auf Kahlschläge; ökosystemverträgliche Bewirtschaftung der Wildvorkommen, so dass Waldverjüngung ohne Zaun möglich ist; Baumernte nach individueller Reife; natürliche Verjüngung hat Vorrang vor Pflanzung; Waldböden werden nicht auf ganzer Fläche befahren; spezielle Behandlung wertvoller Waldrände; weitgehender Verzicht auf die Verwendung von Chemikalien; Erhalt, Pflege und Entwicklung waldtypischer Lebensräumen (zum Beispiel Alt- und Totholz) und seltener Tier- und Pflanzenarten; wissenschaftliche Betreuung des Netzes der Naturwaldreservate
  • Biodiversitätsindikatoren
  • Menge der Regenwasserrückhaltung
  • Veränderung der Artenvielflat
  • Veränderung der Bodenindikatoren
  • Veränderung der Wasseraufnahme

Co-Benefits

  • Erhöhung der Biodiversität: Struktur- und artenreiche Wälder bieten Lebensraum für unterschiedliche Arten und erhöhen damit die Biodiversität.
  • Erosionsschutz und Wasserrückhaltung: Intakte Wälder bieten Schutz vor Erosion und ermöglichen eine gute Wasserrückhaltung und -infiltration.
  • Kohlenstoffspeicherung: Wälder können CO2-Senken sein und somit eine Minderung des Klimawandels unterstützen.
  • Erholungsfunktion: Ein gesundes Waldbild und ein angenehmes Mikroklima bieten Raum für psychische und physische Erholung.
  • Erhöhung der Biodiversität: Struktur- und artenreiche Wälder bieten Lebensraum für unterschiedliche Arten und erhöhen damit die Biodiversität.
  • Erosionsschutz und Wasserrückhaltung: Intakte Wälder bieten Schutz vor Erosion und ermöglichen eine gute Wasserrückhaltung und -infiltration.
  • Kohlenstoffspeicherung: Wälder können CO2-Senken sein und somit eine Minderung des Klimawandels unterstützen.
  • Erholungsfunktion: Ein gesundes Waldbild und ein angenehmes Mikroklima bieten Raum für psychische und physische Erholung.

Zielkonflikte

  • Naturnahe Bewirtschaftung vs. Wirtschaftlicher Ertrag: Der kurzfristige Ertrag kann durch naturnahe Bewirtschaftung reduziert sein. Langfristig zahlt sich die Vorgehensweise aber aus.
  • Waldumbau vs. Status Quo-Erhaltung: Aktiver Waldumbau beinhaltet einen Personalaufwand. Langfristig überwiegen jedoch die Vorteile der erhöhten Resilienz der Wälder, da Verluste vermieden werden.
  • Naturnahe Bewirtschaftung vs. Wirtschaftlicher Ertrag: Der kurzfristige Ertrag kann durch naturnahe Bewirtschaftung reduziert sein. Langfristig zahlt sich die Vorgehensweise aber aus.
  • Waldumbau vs. Status Quo-Erhaltung: Aktiver Waldumbau beinhaltet einen Personalaufwand. Langfristig überwiegen jedoch die Vorteile der erhöhten Resilienz der Wälder, da Verluste vermieden werden.

Beispiele

Leitfäden

Bemerkungen

  • Waldzustandsbericht Rheinland-Pfalz: Jährliche Berichterstattung zum Zustand der Wälder in Rheinland-Pfalz mit Informationen zu Kronenzustand, Vitalität, Schadursachen (u.a. Trockenheit, Sturm, Schädlinge), Klimawandelfolgen sowie Handlungserfordernissen für eine klimaangepasste Waldbewirtschaftung.
  • Waldzustandsbericht Rheinland-Pfalz: Jährliche Berichterstattung zum Zustand der Wälder in Rheinland-Pfalz mit Informationen zu Kronenzustand, Vitalität, Schadursachen (u.a. Trockenheit, Sturm, Schädlinge), Klimawandelfolgen sowie Handlungserfordernissen für eine klimaangepasste Waldbewirtschaftung.