Mobile grüne Inseln

Viele Flächen im urbanen Raum sind stark versiegelt, weisen geringe Grünanteile auf und unterliegen im Sommer einer hohen thermischen Belastung. Gleichzeitig handelt es sich häufig um hoch frequentierte Aufenthaltsorte, an denen zwar der Bedarf an attraktiven, schattigen Sitz- und Aufenthaltsmöglichkeiten steigt, andere Gründe jedoch einer Entsiegelung und dauerhaften Begrünung zum aktuellen Zeitpunkt entgegenstehen. Mobile grüne Inseln stellen eine flexible und kurzfristig umsetzbare Maßnahme dar, um Plätze im öffentlichen Raum wie Marktplätze, Fußgängerzonen oder Bahnhofsvorplätze durch begrünte Stadtmöbel aufzuwerten. Sie steigern die Aufenthaltsqualität und können je nach Ausführung einen Beitrag zur Erhöhung der Biodiversität leisten sowie das Mikroklima verbessern. Die Module werden vorgepflanzt geliefert, können flexibel versetzt werden und sind als Miet- oder Kaufsysteme verfügbar, wodurch sie sich besonders für temporäre oder erprobende Einsätze eignen.

 

Ziel

Klimatische Änderung
Handlungsfeld
Biologische Vielfalt
Raumplanung
Stadt- und Siedlungsentwicklung
Tourismuswirtschaft
Klimafolge
  • Hitzebelastung
  • Psyche
  • Luftverschmutzung
  • Arten und Populationen
  • Strahlung
Anpassungsziel
  • Erhöhung der urbanen Klimaresilienz
  • Vermeidung von Hitzeinseln
  • Verbesserung der Luftqualität
  • Reduktion der thermischen Belastung
  • Bereitstellung von Frischluft
  • Akzeptanz der Bevölkerung erhöhen
  • Bewusstseins- und Verhaltensänderungen in Gang setzen

Organisation

Kommunale Arbeitsbereiche
  • Erholung
  • Soziales
  • Kommunalplanung
  • Übergeordnet
Räumliche Bezugsebene
  • Objekt
  • Quartier
Maßnahmentyp
  • grün
  • blau
Beteiligte
  • Grünflächenamt
  • Stadtbauämter
  • Bauhöfe
  • Planungsamt
  • Ordnungsamt
  • Straßenbauamt
  • Pressestelle und Öffentlichkeitsarbeit

Ressourcen

Umsetzungshorizont
kurzfristig
mittelfristig
langfristig
Nutzungsdauer
kurz
mittel
lang
Personalaufwand
gering
mittel
hoch
Regelmäßigkeit
einmalig
mehrmalig
kontinuierlich
Kosten
gering
mittel
hoch
Folgekosten
gering
mittel
hoch

Mögliche Maßnahmenelemente

  • Sitzbänke und -flächen
  • Rankhilfen (vertikal und horizontal) mit passenden Pflanzen, die eine Beschattung ermöglichen
  • Wassertanks und automatisierte Bewässerungssysteme
  • Bewachsene Pergola: spendet zusätzlichen Schatten und dient zugleich als Sammeltrichter für Niederschlagswasser
  • Hochdrucksprühnebel
  • Sonnensegel
  • Nisthilfen für Wildbienen
  • Infotafeln & Audiostationen
  • Solarbeleuchtungssysteme
  • Sitzbänke und -flächen
  • Rankhilfen (vertikal und horizontal) mit passenden Pflanzen, die eine Beschattung ermöglichen
  • Wassertanks und automatisierte Bewässerungssysteme
  • Bewachsene Pergola: spendet zusätzlichen Schatten und dient zugleich als Sammeltrichter für Niederschlagswasser
  • Hochdrucksprühnebel
  • Sonnensegel
  • Nisthilfen für Wildbienen
  • Infotafeln & Audiostationen
  • Solarbeleuchtungssysteme

Monitoring

  • Sitzbänke und -flächen
  • Rankhilfen (vertikal und horizontal) mit passenden Pflanzen, die eine Beschattung ermöglichen
  • Wassertanks und automatisierte Bewässerungssysteme
  • Bewachsene Pergola: spendet zusätzlichen Schatten und dient zugleich als Sammeltrichter für Niederschlagswasser
  • Hochdrucksprühnebel
  • Sonnensegel
  • Nisthilfen für Wildbienen
  • Infotafeln & Audiostationen
  • Solarbeleuchtungssysteme
  • Akzeptanz & Nutzung
  • Kosten-Nutzen-Analyse
  • Biodiversitätsindikatoren

Co-Benefits

  • Effiziente Flächennutzung: Durch vertikale Begrünung entsteht auf geringer Stellfläche ein deutlich höherer Grünanteil, wodurch auch stark versiegelte oder kleinräumige Standorte begrünt werden können, die ggf. zeitweise anders genutzt werden.
  • Klima- und Umweltwirkung: Begrünung reduziert Hitzeinseln durch Verschattung und Verdunstung, verbessert das Mikroklima, unterstützt die Luftreinigung, fördert den Regenwasserrückhalt und stärkt die Biodiversität.
  • Soziale und stadtgestalterische Effekte: Aufwertung des öffentlichen Raums durch attraktive Aufenthaltsorte mit Sitzmöglichkeiten und Schatten; Förderung von Begegnung, sozialer Interaktion und Identifikation mit dem Stadtraum.
  • Bewusstseinsbildung und Sensibilisierung: Sichtbare Begrünung im Alltag stärkt das Bewusstsein für Klimaanpassung, Natur und Biodiversität und macht entsprechende Maßnahmen für die Bevölkerung erlebbar.
  • Flexibilität und Lernwirkung: Temporärer Einsatz ermöglicht Erprobung, Evaluation und Anpassung von Maßnahmen und unterstützt einen lernenden Ansatz in der klimaangepassten Stadtentwicklung.
  • Effiziente Flächennutzung: Durch vertikale Begrünung entsteht auf geringer Stellfläche ein deutlich höherer Grünanteil, wodurch auch stark versiegelte oder kleinräumige Standorte begrünt werden können, die ggf. zeitweise anders genutzt werden.
  • Klima- und Umweltwirkung: Begrünung reduziert Hitzeinseln durch Verschattung und Verdunstung, verbessert das Mikroklima, unterstützt die Luftreinigung, fördert den Regenwasserrückhalt und stärkt die Biodiversität.
  • Soziale und stadtgestalterische Effekte: Aufwertung des öffentlichen Raums durch attraktive Aufenthaltsorte mit Sitzmöglichkeiten und Schatten; Förderung von Begegnung, sozialer Interaktion und Identifikation mit dem Stadtraum.
  • Bewusstseinsbildung und Sensibilisierung: Sichtbare Begrünung im Alltag stärkt das Bewusstsein für Klimaanpassung, Natur und Biodiversität und macht entsprechende Maßnahmen für die Bevölkerung erlebbar.
  • Flexibilität und Lernwirkung: Temporärer Einsatz ermöglicht Erprobung, Evaluation und Anpassung von Maßnahmen und unterstützt einen lernenden Ansatz in der klimaangepassten Stadtentwicklung.

Zielkonflikte

  • Pflege- und Wartungsaufwand vs. Nachhaltigkeitsanspruch: Trotz pflegearmer Konzeption erfordern mobile grüne Inseln regelmäßige Betreuung (z. B. Pflege der Vegetation, Kontrolle der Bewässerung). Bleibt diese aus, kann sich die Funktionsfähigkeit und damit der ökologische und klimatische Nutzen deutlich reduzieren.
  • Komfort und Gestaltung vs. technischer und logistischer Aufwand: Zusätzliche technische Komponenten (z. B. Bewässerungs- oder Nebelsysteme) erhöhen den Wartungsbedarf und stellen Anforderungen an Standort, Untergrund und Betrieb. Dies kann zu einem Spannungsfeld zwischen dem Anspruch einer einfach umsetzbaren Lösung und den tatsächlichen Rahmenbedingungen führen.
  • Kurzfristige Wirkung vs. langfristige ökologische Nachhaltigkeit: Mobile grüne Inseln ermöglichen schnelle und flexible Begrünung, insbesondere an stark versiegelten Standorten. Im Vergleich zu dauerhaftem Stadtgrün (z. B. Bäume, Grünanlagen) sind ihre Wirkungen jedoch begrenzt. Die kurzfristige Sichtbarkeit kann zu einer verfrühten Zufriedenheit führen, ohne eine langfristig wirksame Erhöhung der Klimaresilienz zu erzielen. Umgekehrt kann das Gewöhnen an ein grüneres Stadtbild auch zu einer verstärkten Nachfrage nach weiterer Begrünung führen und den Prozess zu höherer Klimaresilienz stärken.
  • Pflege- und Wartungsaufwand vs. Nachhaltigkeitsanspruch: Trotz pflegearmer Konzeption erfordern mobile grüne Inseln regelmäßige Betreuung (z. B. Pflege der Vegetation, Kontrolle der Bewässerung). Bleibt diese aus, kann sich die Funktionsfähigkeit und damit der ökologische und klimatische Nutzen deutlich reduzieren.
  • Komfort und Gestaltung vs. technischer und logistischer Aufwand: Zusätzliche technische Komponenten (z. B. Bewässerungs- oder Nebelsysteme) erhöhen den Wartungsbedarf und stellen Anforderungen an Standort, Untergrund und Betrieb. Dies kann zu einem Spannungsfeld zwischen dem Anspruch einer einfach umsetzbaren Lösung und den tatsächlichen Rahmenbedingungen führen.
  • Kurzfristige Wirkung vs. langfristige ökologische Nachhaltigkeit: Mobile grüne Inseln ermöglichen schnelle und flexible Begrünung, insbesondere an stark versiegelten Standorten. Im Vergleich zu dauerhaftem Stadtgrün (z. B. Bäume, Grünanlagen) sind ihre Wirkungen jedoch begrenzt. Die kurzfristige Sichtbarkeit kann zu einer verfrühten Zufriedenheit führen, ohne eine langfristig wirksame Erhöhung der Klimaresilienz zu erzielen. Umgekehrt kann das Gewöhnen an ein grüneres Stadtbild auch zu einer verstärkten Nachfrage nach weiterer Begrünung führen und den Prozess zu höherer Klimaresilienz stärken.