Renaturierung von Gewässern und Gewässerrändern

Viele Gewässer und ihre Uferbereiche sind durch Begradigung, Verbauung und Flächenversiegelung stark verändert. Dadurch gehen natürliche Funktionen wie Hochwasserrückhalt, ökologische Durchgängigkeit und Lebensräume für Tiere und Pflanzen verloren, während sich die Anfälligkeit gegenüber Klimawandelfolgen wie Starkregen, Trockenperioden und steigenden Wassertemperaturen erhöht. Die Renaturierung von Gewässern und Gewässerrändern stellt natürliche Strukturen und Prozesse wieder her. Maßnahmen wie die Aufweitung von Gewässern, naturnahe Ufergestaltung, Rückverlegung von Uferbefestigungen und Entwicklung von Auenflächen verbessern den Wasserrückhalt, erhöhen die ökologische Vielfalt und stärken die Anpassungsfähigkeit der Gewässer an den Klimawandel. Gleichzeitig werden Erholungsräume aufgewertet und die ökologische Qualität des Landschaftsraums langfristig verbessert.

 

Ziel

Klimatische Änderung
Handlungsfeld
Biologische Vielfalt
Bevölkerungsschutz
Raumplanung
Stadt- und Siedlungsentwicklung
Wasserhaushalt, Wasserwirtschaft
Klimafolge
  • Biotope, Habitate und Ökosysteme
  • Gewässerökologie
  • Arten und Populationen
  • Hydrologie
  • Versorgung (Wasser)
  • Erosion
  • Überschwemmungen
  • Extremwetter
  • Ertragseinbußen (Fischerei)
Anpassungsziel
  • Erhalt des natürlichen Wasserhaushalts
  • Erhöhung der Biodiversität
  • Erhöhung der urbanen Klimaresilienz
  • Reduktion des Überschwemmungsrisikos
  • Verbesserung der Regenwasserrückhaltung
  • Verringerung von Bodenerosion durch Wasser
  • Steigerung der Wasseraufnahme- und -speicherfähigkeit des Bodens
  • Erhöhung der Wasserinfiltration in der Fläche

Organisation

Kommunale Arbeitsbereiche
  • Natur- und Ressourcennutzung
  • Erholung
  • Kritische Infrastrukturen
Räumliche Bezugsebene
  • Objekt
  • Umland
Maßnahmentyp
  • blau
  • grün
Beteiligte
  • Eigentümer*innen
  • Landwirtschaftliche Betriebe
  • Regionalverband
  • Umweltamt
  • Katastrophenschutz
  • Wasserentsorgungsunternehmen
  • Forstverwaltung

Ressourcen

Umsetzungshorizont
kurzfristig
mittelfristig
langfristig
Nutzungsdauer
kurz
mittel
lang
Personalaufwand
gering
mittel
hoch
Regelmäßigkeit
einmalig
mehrmalig
kontinuierlich
Kosten
gering
mittel
hoch
Folgekosten
gering
mittel
hoch

Mögliche Maßnahmenelemente

  • Rückbau von Uferbefestigungen: Wiederherstellung natürlicher Uferstrukturen und Dynamiken
  • Aufweitung und Laufveränderung: Förderung naturnaher Gewässerformen und Strömungsvielfalt
  • Entwicklung von Auen- und Retentionsflächen: Verbesserung des Hochwasserrückhalts
  • Ökologische Durchgängigkeit: Beseitigung von Querbauwerken oder Anlage von Fischaufstiegen
  • Ufer- und Randbegrünung: Schaffung strukturreicher Lebensräume und Beschattung der Gewässer
  • Entsiegelung angrenzender Flächen: Verbesserung der Versickerung und Reduktion von Stoffeinträgen
  • Pflege- und Entwicklungskonzepte: Langfristige Sicherung der Renaturierungsziele
  • Rückbau von Uferbefestigungen: Wiederherstellung natürlicher Uferstrukturen und Dynamiken
  • Aufweitung und Laufveränderung: Förderung naturnaher Gewässerformen und Strömungsvielfalt
  • Entwicklung von Auen- und Retentionsflächen: Verbesserung des Hochwasserrückhalts
  • Ökologische Durchgängigkeit: Beseitigung von Querbauwerken oder Anlage von Fischaufstiegen
  • Ufer- und Randbegrünung: Schaffung strukturreicher Lebensräume und Beschattung der Gewässer
  • Entsiegelung angrenzender Flächen: Verbesserung der Versickerung und Reduktion von Stoffeinträgen
  • Pflege- und Entwicklungskonzepte: Langfristige Sicherung der Renaturierungsziele

Monitoring

  • Rückbau von Uferbefestigungen: Wiederherstellung natürlicher Uferstrukturen und Dynamiken
  • Aufweitung und Laufveränderung: Förderung naturnaher Gewässerformen und Strömungsvielfalt
  • Entwicklung von Auen- und Retentionsflächen: Verbesserung des Hochwasserrückhalts
  • Ökologische Durchgängigkeit: Beseitigung von Querbauwerken oder Anlage von Fischaufstiegen
  • Ufer- und Randbegrünung: Schaffung strukturreicher Lebensräume und Beschattung der Gewässer
  • Entsiegelung angrenzender Flächen: Verbesserung der Versickerung und Reduktion von Stoffeinträgen
  • Pflege- und Entwicklungskonzepte: Langfristige Sicherung der Renaturierungsziele
  • Biodiversitätsindikatoren
  • Veränderung der Artenvielflat
  • Akzeptanz & Nutzung
  • Veränderung der Abflussmenge
  • Veränderung der Umgebungstemperatur

Co-Benefits

  • Wasserhaushalt: Natürliche oder naturnahe Gewässer tragen maßgeblich zur Verbesserung des Wasserhaushalts bei, da sie dem natürlichen Wasserkreislauf folgen
  • Hochwasser- und Starkregenvorsorge: Naturnahe Gewässer puffern Abflussspitzen und entlasten Siedlungsbereiche
  • Mikroklima: Kühlwirkung durch Verdunstung und Beschattung
  • Biodiversität: Neue und vernetzte Lebensräume für aquatische und terrestrische Arten
  • Wasserqualität: Verbesserung durch natürliche Filter- und Selbstreinigungsprozesse
  • Erholung und Gesundheit: Aufwertung von Landschafts- und Erholungsräumen
  • Bewusstseinsbildung: Sichtbare Naturräume fördern Umweltverständnis und Naturerleben
  • Wasserhaushalt: Natürliche oder naturnahe Gewässer tragen maßgeblich zur Verbesserung des Wasserhaushalts bei, da sie dem natürlichen Wasserkreislauf folgen
  • Hochwasser- und Starkregenvorsorge: Naturnahe Gewässer puffern Abflussspitzen und entlasten Siedlungsbereiche
  • Mikroklima: Kühlwirkung durch Verdunstung und Beschattung
  • Biodiversität: Neue und vernetzte Lebensräume für aquatische und terrestrische Arten
  • Wasserqualität: Verbesserung durch natürliche Filter- und Selbstreinigungsprozesse
  • Erholung und Gesundheit: Aufwertung von Landschafts- und Erholungsräumen
  • Bewusstseinsbildung: Sichtbare Naturräume fördern Umweltverständnis und Naturerleben

Zielkonflikte

  • Flächenbedarf vs. Nutzungskonkurrenz: Renaturierungsmaßnahmen benötigen Raum, der mit landwirtschaftlicher Nutzung, Siedlungsentwicklung oder Infrastruktur konkurrieren kann.
  • Hochwasserschutz vs. kurzfristige Sicherheitswahrnehmung: Bei Hochwasser bewusst überflutete Flächen können bedrohlich wirken. Gute Kommunikation zur Gefährdungseinschätzung ist zentral.
  • Ökologische Entwicklung vs. Unterhaltungsaufwand: Naturnahe Strukturen erfordern angepasste Pflegekonzepte und können höhere Abstimmungs- und Betreuungserfordernisse mit sich bringen.
  • Kosten und Umsetzungsdauer vs. langfristiger Nutzen: Renaturierungen sind häufig investitions- und zeitintensiv, während positive Effekte erst mittel- bis langfristig sichtbar werden.
  • Erholung vs. Naturschutz: Steigende Freizeitnutzung kann sensible Lebensräume stören, wenn keine geeignete Besucherlenkung erfolgt.
  • Flächenbedarf vs. Nutzungskonkurrenz: Renaturierungsmaßnahmen benötigen Raum, der mit landwirtschaftlicher Nutzung, Siedlungsentwicklung oder Infrastruktur konkurrieren kann.
  • Hochwasserschutz vs. kurzfristige Sicherheitswahrnehmung: Bei Hochwasser bewusst überflutete Flächen können bedrohlich wirken. Gute Kommunikation zur Gefährdungseinschätzung ist zentral.
  • Ökologische Entwicklung vs. Unterhaltungsaufwand: Naturnahe Strukturen erfordern angepasste Pflegekonzepte und können höhere Abstimmungs- und Betreuungserfordernisse mit sich bringen.
  • Kosten und Umsetzungsdauer vs. langfristiger Nutzen: Renaturierungen sind häufig investitions- und zeitintensiv, während positive Effekte erst mittel- bis langfristig sichtbar werden.
  • Erholung vs. Naturschutz: Steigende Freizeitnutzung kann sensible Lebensräume stören, wenn keine geeignete Besucherlenkung erfolgt.