Schwammstadt
© RLP-KfK/Astrid Schamber und Katrin Berlinghoff
Durch zunehmende Starkregenereignisse und längere Trockenperioden stoßen konventionelle Entwässerungssysteme an ihre Grenzen. Das Schwammstadtprinzip verfolgt einen dezentralen und naturnahen Umgang mit Regenwasser: Anstatt es sofort abzuleiten, wird es lokal zurückgehalten, gespeichert, versickert oder verdunstet. So werden Überschwemmungsrisiken reduziert, die Grundwasserneubildung gefördert, Vegetation mit Wasser versorgt und gleichzeitig die Verdunstungskühlung gestärkt – ein integrativer Ansatz für klimaresiliente Stadtentwicklung.
Ziel
- Klimatische Änderung
-
Handlungsfeld
-
Raumplanung
Wasserhaushalt, Wasserwirtschaft
-
Klimafolge
-
- Überschwemmungen
- Hitzebelastung
- Extremwetter
- Luftverschmutzung
- Arten und Populationen
- Biotope, Habitate und Ökosysteme
- Strahlung
- Erosion
- Bodenwasserhaushalt
- Gebäudeschäden
- Innenraumklima
- Bauprozess
- Verkehrssicherheit
-
Anpassungsziel
-
- Entlastung der Kanalisation
- Erhalt des natürlichen Wasserhaushalts
- Erhöhung der urbanen Klimaresilienz
- Reduktion der thermischen Belastung
- Reduktion des Überschwemmungsrisikos
- Verbesserung der Regenwasserrückhaltung
- Vermeidung von Starkregenschäden
- Vermeidung von Hitzeinseln
Organisation
-
Kommunale Arbeitsbereiche
-
- Übergeordnet
- Kommunalplanung
- Natur- und Ressourcennutzung
-
Räumliche Bezugsebene
-
- Objekt
- Quartier
- Stadt
-
Maßnahmentyp
-
- blau
- grau
- grün
-
Beteiligte
-
- Eigentümer*innen
- Grünflächenamt
- Planungsamt
- Straßenbauamt
- Tiefbauamt
- Wasserentsorgungsunternehmen
- Wasserwirtschaftsamt
- Umweltamt
-
Umsetzungsinstrumente
-
- Bebauungspläne
- Grünplanung
- Förderprogramme auf Landesebene
- Landschaftsplanung
- Satzungen
Ressourcen
-
Umsetzungshorizont
-
kurzfristig
-
mittelfristig
-
langfristig
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Nutzungsdauer
-
kurz
-
mittel
-
lang
-
Personalaufwand
-
gering
-
mittel
-
hoch
-
Regelmäßigkeit
-
einmalig
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mehrmalig
-
kontinuierlich
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Kosten
-
gering
-
mittel
-
hoch
-
Folgekosten
-
gering
-
mittel
-
hoch
Mögliche Maßnahmenelemente
- Erstellung von Starkregenabflusskarten
- Räume für alternative Niederschlagswasserbewirtschaftung identifizieren
- Entsiegelung versiegelter Flächen zur Verbesserung der Versickerung
- Verwendung wasserdurchlässiger Beläge für Wege, Plätze und Parkflächen
- Bau von Mulden, Rigolen und Versickerungsmulden zur Regenwasserrückhaltung
- Retentionsgründächer zur Zwischenspeicherung und Verdunstung von Regenwasser
- Nutzung von Baumrigolen zur Wasseraufnahme im Wurzelbereich
- Regenwasserspeicher (Zisternen) zur Bewässerung und späteren Nutzung
- Anlage von Stadtgräben oder offenen Wasserläufen zur Regenwasserführung
- Erstellung von Starkregenabflusskarten
- Räume für alternative Niederschlagswasserbewirtschaftung identifizieren
- Entsiegelung versiegelter Flächen zur Verbesserung der Versickerung
- Verwendung wasserdurchlässiger Beläge für Wege, Plätze und Parkflächen
- Bau von Mulden, Rigolen und Versickerungsmulden zur Regenwasserrückhaltung
- Retentionsgründächer zur Zwischenspeicherung und Verdunstung von Regenwasser
- Nutzung von Baumrigolen zur Wasseraufnahme im Wurzelbereich
- Regenwasserspeicher (Zisternen) zur Bewässerung und späteren Nutzung
- Anlage von Stadtgräben oder offenen Wasserläufen zur Regenwasserführung
Monitoring
- Erstellung von Starkregenabflusskarten
- Räume für alternative Niederschlagswasserbewirtschaftung identifizieren
- Entsiegelung versiegelter Flächen zur Verbesserung der Versickerung
- Verwendung wasserdurchlässiger Beläge für Wege, Plätze und Parkflächen
- Bau von Mulden, Rigolen und Versickerungsmulden zur Regenwasserrückhaltung
- Retentionsgründächer zur Zwischenspeicherung und Verdunstung von Regenwasser
- Nutzung von Baumrigolen zur Wasseraufnahme im Wurzelbereich
- Regenwasserspeicher (Zisternen) zur Bewässerung und späteren Nutzung
- Anlage von Stadtgräben oder offenen Wasserläufen zur Regenwasserführung
- Veränderung der Abflussmenge
- Biodiversitätsindikatoren
- Kosten-Nutzen-Analyse
- Wirtschaftliche Auswertung
- Veränderung der Wasseraufnahme
- Menge der Regenwasserrückhaltung
- Veränderung der Bodenindikatoren
Co-Benefits
- Klimafolgen abmildern: Maßnahmen des Schwammstadt-Prinzips puffern die Auswirkungen von Hitze, Trockenheit und Starkregen ab. → Erhöhte Resilienz der Stadt gegenüber klimatischen Extremereignissen.
- Stadtklima verbessern: Begrünte, wasserspeichernde Flächen verdunsten Wasser und kühlen das Mikroklima spürbar. → Schutz der Bevölkerung vor Hitzestress, angenehmere Temperaturen in verdichteten Stadtbereichen.
- Regenwassermanagement optimieren: Regenwasser wird lokal gespeichert, versickert oder verdunstet statt direkt in die Kanalisation zu fließen. → Entlastung der Kanalisation, geringeres Risiko von Überflutungen bei Starkregen.
- Grundwasserneubildung fördern: Versickerungsfähige Flächen ermöglichen, dass Regenwasser in den Boden eindringt. → Stabilisierung des Grundwasserspiegels, langfristige Sicherung der Wasserversorgung.
- Biodiversität stärken: Naturnahe Regenwasserrückhalteflächen bieten Lebensräume für Pflanzen und Tiere. → Förderung ökologischer Vielfalt, Beitrag zum Artenschutz in der Stadt.
- Lebensqualität steigern: Grüne, wasserspeichernde Flächen laden zum Verweilen ein und fördern das Wohlbefinden. → Mehr Aufenthaltsqualität im öffentlichen Raum, Förderung der Gesundheit.
- Kosteneinsparungen im Infrastrukturbereich: Dezentrale Regenwasserbewirtschaftung reduziert die Notwendigkeit teurer Entwässerungssysteme. → Langfristige Einsparungen bei Bau und Instandhaltung der Kanalinfrastruktur.
- Klimafolgen abmildern: Maßnahmen des Schwammstadt-Prinzips puffern die Auswirkungen von Hitze, Trockenheit und Starkregen ab. → Erhöhte Resilienz der Stadt gegenüber klimatischen Extremereignissen.
- Stadtklima verbessern: Begrünte, wasserspeichernde Flächen verdunsten Wasser und kühlen das Mikroklima spürbar. → Schutz der Bevölkerung vor Hitzestress, angenehmere Temperaturen in verdichteten Stadtbereichen.
- Regenwassermanagement optimieren: Regenwasser wird lokal gespeichert, versickert oder verdunstet statt direkt in die Kanalisation zu fließen. → Entlastung der Kanalisation, geringeres Risiko von Überflutungen bei Starkregen.
- Grundwasserneubildung fördern: Versickerungsfähige Flächen ermöglichen, dass Regenwasser in den Boden eindringt. → Stabilisierung des Grundwasserspiegels, langfristige Sicherung der Wasserversorgung.
- Biodiversität stärken: Naturnahe Regenwasserrückhalteflächen bieten Lebensräume für Pflanzen und Tiere. → Förderung ökologischer Vielfalt, Beitrag zum Artenschutz in der Stadt.
- Lebensqualität steigern: Grüne, wasserspeichernde Flächen laden zum Verweilen ein und fördern das Wohlbefinden. → Mehr Aufenthaltsqualität im öffentlichen Raum, Förderung der Gesundheit.
- Kosteneinsparungen im Infrastrukturbereich: Dezentrale Regenwasserbewirtschaftung reduziert die Notwendigkeit teurer Entwässerungssysteme. → Langfristige Einsparungen bei Bau und Instandhaltung der Kanalinfrastruktur.
Zielkonflikte
- Flächenbedarf für Retention vs. städtische Nachverdichtung: Regenrückhalteflächen, Mulden oder Versickerungsbereiche beanspruchen Raum, der in urbanen Gebieten oft für Wohn- oder Gewerbenutzung vorgesehen ist.
- Kostenintensiver Umbau vs. knappe kommunale Haushalte: Der Bau von Regenwasserinfrastruktur wie Rigolen, Retentionsdächern oder Entsiegelungen ist kostenintensiv, während viele Kommunen mit begrenzten Finanzmitteln arbeiten.
- Sofortiger Nutzen vs. langfristige Wirkung: Der ökologische und klimatische Nutzen von Schwammstadtmaßnahmen zeigt sich meist erst mittel- bis langfristig, was kurzfristige Investitionen erschwert.
- Wartungsaufwand vs. personelle Kapazitäten: Schwammstadtelemente wie Gründächer oder Rigolensysteme benötigen regelmäßige Pflege, für die viele Kommunen oder Eigentümer keine Ressourcen haben.
- Sicherheitsanforderungen vs. offene Wasserflächen: Wasserflächen oder Rückhaltebecken können aus Sicherheitsgründen (z. B. für Kinder) problematisch sein und erfordern zusätzliche Schutzmaßnahmen.
- Ästhetische Ansprüche vs. funktionale Gestaltung: Technisch wirksame Maßnahmen wie offene Mulden oder Sickerflächen entsprechen nicht immer den gestalterischen Vorstellungen der Stadtgestaltung.
- Eigentumsrechte vs. öffentliche Regenwasserbewirtschaftung: Viele Flächen, auf denen Maßnahmen nötig wären, befinden sich in privatem Besitz – eine Umgestaltung ist ohne Zustimmung der Eigentümer schwer umzusetzen.
- Verkehrsinteressen vs. Regenwassermanagement: Straßen und Parkflächen werden häufig vollflächig versiegelt, was Regenwasser nicht versickern lässt – gleichzeitig fehlt Raum für Rückhalte- und Versickerungsflächen.
- Flächenbedarf für Retention vs. städtische Nachverdichtung: Regenrückhalteflächen, Mulden oder Versickerungsbereiche beanspruchen Raum, der in urbanen Gebieten oft für Wohn- oder Gewerbenutzung vorgesehen ist.
- Kostenintensiver Umbau vs. knappe kommunale Haushalte: Der Bau von Regenwasserinfrastruktur wie Rigolen, Retentionsdächern oder Entsiegelungen ist kostenintensiv, während viele Kommunen mit begrenzten Finanzmitteln arbeiten.
- Sofortiger Nutzen vs. langfristige Wirkung: Der ökologische und klimatische Nutzen von Schwammstadtmaßnahmen zeigt sich meist erst mittel- bis langfristig, was kurzfristige Investitionen erschwert.
- Wartungsaufwand vs. personelle Kapazitäten: Schwammstadtelemente wie Gründächer oder Rigolensysteme benötigen regelmäßige Pflege, für die viele Kommunen oder Eigentümer keine Ressourcen haben.
- Sicherheitsanforderungen vs. offene Wasserflächen: Wasserflächen oder Rückhaltebecken können aus Sicherheitsgründen (z. B. für Kinder) problematisch sein und erfordern zusätzliche Schutzmaßnahmen.
- Ästhetische Ansprüche vs. funktionale Gestaltung: Technisch wirksame Maßnahmen wie offene Mulden oder Sickerflächen entsprechen nicht immer den gestalterischen Vorstellungen der Stadtgestaltung.
- Eigentumsrechte vs. öffentliche Regenwasserbewirtschaftung: Viele Flächen, auf denen Maßnahmen nötig wären, befinden sich in privatem Besitz – eine Umgestaltung ist ohne Zustimmung der Eigentümer schwer umzusetzen.
- Verkehrsinteressen vs. Regenwassermanagement: Straßen und Parkflächen werden häufig vollflächig versiegelt, was Regenwasser nicht versickern lässt – gleichzeitig fehlt Raum für Rückhalte- und Versickerungsflächen.
Beispiele
- Informationsplattform Schwammstadt Sammlung guter Beispiele
- Wassersensibles Worms, kommunales Konzept zur Starkregenvorsorge
- Entsiegelungskonzept der Stadt Mannheim: Mannheim wird grün und kühl!
- Artikel zu Schwammstadtelementen "Mannheim wird Schwammheim"
Leitfäden
- Übersicht zur Schwammstadt Berlin: Regenwasser clever nutzen statt ableiten
- Werkzeugsammlung der Berliner Regenwasseragentur
- Blue Green Streets (BGS)
- Schwammstadt Landau
- BBSR-Publikation: Potenziale von Wasserkreisläufen zur gemeinschaftlichen und effizienten Energie- und Ressourcennutzung in nutzungsgemischten Baublöcken hoher Dichte
- Information des UBA: Schwammstadt – Zukunftskonzept für klimaresiliente und lebenswerte Städte
- Übersicht zur Schwammstadt Berlin: Regenwasser clever nutzen statt ableiten
- Werkzeugsammlung der Berliner Regenwasseragentur
- Blue Green Streets (BGS)
- Schwammstadt Landau
- BBSR-Publikation: Potenziale von Wasserkreisläufen zur gemeinschaftlichen und effizienten Energie- und Ressourcennutzung in nutzungsgemischten Baublöcken hoher Dichte
- Information des UBA: Schwammstadt – Zukunftskonzept für klimaresiliente und lebenswerte Städte