Frisch- und Kaltluftschneisen

Städtische Verdichtung und hohe Vegetationsdichte können den Luftaustausch behindern und zur Stagnation von Hitze und Schadstoffen führen. Frischluft- und Kaltluftschneisen ermöglichen den Zustrom von kühler, unbelasteter Luft aus dem Umland in die Stadt. Sie sind entscheidend für die nächtliche Abkühlung, insbesondere bei austauscharmen Wetterlagen. Wichtig sind ausreichende Breiten (mind. 30 m), geringe Bebauungsdichte und die Anbindung an kühlende Freiflächen wie Parks, Wiesen oder Wälder, um die Durchlüftung der Stadt zu verbessern.

 

 

 

Ziel

Klimatische Änderung
Klimafolge
  • Hitzebelastung
  • Innenraumklima
  • Luftverschmutzung
Anpassungsziel
  • Reduktion der thermischen Belastung
  • Verbesserung der Luftqualität
  • Bereitstellung von Frischluft

Organisation

Kommunale Arbeitsbereiche
  • Kommunalplanung
  • Natur- und Ressourcennutzung
Räumliche Bezugsebene
  • Quartier
  • Umland
  • Stadt
Maßnahmentyp
  • grün
  • grau
Beteiligte
  • Eigentümer*innen
  • Grünflächenamt
  • Umweltamt
  • Landwirtschaftliche Betriebe
  • Bevölkerung
  • Planungsamt
Umsetzungsinstrumente
  • Flächennutzungsplan
  • Rahmenplan
  • Bebauungspläne
  • Schutzgebiete ausweisen
  • Restriktionsgebiete ausweisen

Ressourcen

Umsetzungshorizont
kurzfristig
mittelfristig
langfristig
Nutzungsdauer
kurz
mittel
lang
Personalaufwand
gering
mittel
hoch
Regelmäßigkeit
einmalig
mehrmalig
kontinuierlich
Kosten
gering
mittel
hoch
Folgekosten
gering
mittel
hoch

Mögliche Maßnahmenelemente

  • Freihaltung bestehender Frischluftschneisen in der Stadtplanung
  • Verzicht auf Bebauung in identifizierten Luftleitbahnen
  • Aufgelockerte Bauweise mit niedriger Gebäudehöhe und Abstand zwischen Gebäuden
  • Verwendung reibungsarmer Flächen (z. B. Wiesen statt dichter Vegetation oder versiegelter Flächen)
  • Rückbau versiegelter Flächen oder Barrieren, die den Luftstrom blockieren
  • Berücksichtigung von Windrichtungen und Topografie in der Bauleitplanung
  • Integration von Frischluftbahnen in Bebauungspläne und Flächennutzungspläne
  • Einbeziehung von Luftstromsimulationen in die Stadtentwicklung
  • Pflege und Reduzierung dichter Vegetation in kritischen Luftleitkorridoren
  • Vermeidung von durchgehenden Gebäuderiegeln, die Barrierewirkung erzeugen
  • Freihaltung bestehender Frischluftschneisen in der Stadtplanung
  • Verzicht auf Bebauung in identifizierten Luftleitbahnen
  • Aufgelockerte Bauweise mit niedriger Gebäudehöhe und Abstand zwischen Gebäuden
  • Verwendung reibungsarmer Flächen (z. B. Wiesen statt dichter Vegetation oder versiegelter Flächen)
  • Rückbau versiegelter Flächen oder Barrieren, die den Luftstrom blockieren
  • Berücksichtigung von Windrichtungen und Topografie in der Bauleitplanung
  • Integration von Frischluftbahnen in Bebauungspläne und Flächennutzungspläne
  • Einbeziehung von Luftstromsimulationen in die Stadtentwicklung
  • Pflege und Reduzierung dichter Vegetation in kritischen Luftleitkorridoren
  • Vermeidung von durchgehenden Gebäuderiegeln, die Barrierewirkung erzeugen

Monitoring

  • Freihaltung bestehender Frischluftschneisen in der Stadtplanung
  • Verzicht auf Bebauung in identifizierten Luftleitbahnen
  • Aufgelockerte Bauweise mit niedriger Gebäudehöhe und Abstand zwischen Gebäuden
  • Verwendung reibungsarmer Flächen (z. B. Wiesen statt dichter Vegetation oder versiegelter Flächen)
  • Rückbau versiegelter Flächen oder Barrieren, die den Luftstrom blockieren
  • Berücksichtigung von Windrichtungen und Topografie in der Bauleitplanung
  • Integration von Frischluftbahnen in Bebauungspläne und Flächennutzungspläne
  • Einbeziehung von Luftstromsimulationen in die Stadtentwicklung
  • Pflege und Reduzierung dichter Vegetation in kritischen Luftleitkorridoren
  • Vermeidung von durchgehenden Gebäuderiegeln, die Barrierewirkung erzeugen
  • Veränderung der Umgebungstemperatur
  • Kosten-Nutzen-Analyse
  • Wirtschaftliche Auswertung

Co-Benefits

  • Stadtklima verbessern: Kalt- und Frischluftschneisen leiten kühlere, unbelastete Luft aus dem Umland in die überhitzte Stadt. → Reduktion von Hitzestress, angenehmeres Mikroklima in dicht bebauten Stadtbereichen.
  • Luftqualität erhöhen: Frischluftzufuhr durch Schneisen verbessert die Durchlüftung und senkt die Konzentration von Schadstoffen. → Bessere Atemluft für Stadtbewohner, insbesondere in verkehrsreichen Gebieten.
  • Wärmebelastung in der Nacht reduzieren: Durch nächtliche Abkühlung offener Flächen und die Zufuhr kühler Luft sinkt die nächtliche Temperatur. → Erholsamerer Schlaf, geringere gesundheitliche Belastung bei Hitzewellen.
  • Integration in Grün- und Freiflächen für Naherholung: Schneisen können mit Parks, Wiesen, urbaner Landwirtschaft oder Spielplätzen kombiniert werden. → Multifunktionale Nutzung für Klima, Freizeit und Biodiversität.
  • Klimawandelvorsorge und Resilienz stärken: Kalt- und Frischluftschneisen sind wichtige Bausteine zur Anpassung an häufigere Hitzewellen. → Langfristiger Schutz der Bevölkerung, hitzeresiliente Stadtentwicklung.
  • Biodiversität fördern: Grüne Kalt- und Frischluftschneisen bieten Lebens- und Rückzugsräume für Tiere und Pflanzen. → Erhalt und Förderung von Artenvielfalt im urbanen Raum.
  • Unterstützung von Verdunstung und Entwässerung: Offene, durchgrünte Schneisen ermöglichen Verdunstungskühlung und natürliche Versickerung. → Verbesserung des Mikroklimas und Rückhalt von Niederschlägen im natürlichen Wasserkreislauf.

 

  • Stadtklima verbessern: Kalt- und Frischluftschneisen leiten kühlere, unbelastete Luft aus dem Umland in die überhitzte Stadt. → Reduktion von Hitzestress, angenehmeres Mikroklima in dicht bebauten Stadtbereichen.
  • Luftqualität erhöhen: Frischluftzufuhr durch Schneisen verbessert die Durchlüftung und senkt die Konzentration von Schadstoffen. → Bessere Atemluft für Stadtbewohner, insbesondere in verkehrsreichen Gebieten.
  • Wärmebelastung in der Nacht reduzieren: Durch nächtliche Abkühlung offener Flächen und die Zufuhr kühler Luft sinkt die nächtliche Temperatur. → Erholsamerer Schlaf, geringere gesundheitliche Belastung bei Hitzewellen.
  • Integration in Grün- und Freiflächen für Naherholung: Schneisen können mit Parks, Wiesen, urbaner Landwirtschaft oder Spielplätzen kombiniert werden. → Multifunktionale Nutzung für Klima, Freizeit und Biodiversität.
  • Klimawandelvorsorge und Resilienz stärken: Kalt- und Frischluftschneisen sind wichtige Bausteine zur Anpassung an häufigere Hitzewellen. → Langfristiger Schutz der Bevölkerung, hitzeresiliente Stadtentwicklung.
  • Biodiversität fördern: Grüne Kalt- und Frischluftschneisen bieten Lebens- und Rückzugsräume für Tiere und Pflanzen. → Erhalt und Förderung von Artenvielfalt im urbanen Raum.
  • Unterstützung von Verdunstung und Entwässerung: Offene, durchgrünte Schneisen ermöglichen Verdunstungskühlung und natürliche Versickerung. → Verbesserung des Mikroklimas und Rückhalt von Niederschlägen im natürlichen Wasserkreislauf.

Zielkonflikte

  • Flächenbedarf für Frischluftschneisen vs. städtische Nachverdichtung: Kalt- und Frischluftschneisen benötigen unbebaute, durchgrünte Flächen, was in wachsenden Städten mit hoher Bautätigkeit zu Nutzungskonflikten führt.
  • Klimaanpassung vs. wirtschaftliche Flächennutzung: Offene Schneisen konkurrieren mit potenziell gewinnbringender Bebauung oder kommerzieller Nutzung, etwa für Gewerbe oder Wohnraum.
  • Luftleitbahnen freihalten vs. neue Infrastrukturprojekte: Verkehrsachsen, Bahntrassen oder Versorgungsbauten können bestehende Frischluftschneisen zerschneiden oder deren Funktion beeinträchtigen.
  • Schutz vor Überwärmung vs. Wunsch nach urbaner Dichte: Die Notwendigkeit zur Bewahrung kühler Luftströme kann im Widerspruch zum Bedarf, innerstädtisch möglichst kompakt zu bauen, stehen.
  • Grünflächenfreihaltung vs. soziale Infrastruktur: Flächen, die für Frischluftströme freigehalten werden, fehlen evtl. für Kitas, Schulen oder Sportanlagen in dicht bebauten Quartieren.
  • Flächenbedarf für Frischluftschneisen vs. städtische Nachverdichtung: Kalt- und Frischluftschneisen benötigen unbebaute, durchgrünte Flächen, was in wachsenden Städten mit hoher Bautätigkeit zu Nutzungskonflikten führt.
  • Klimaanpassung vs. wirtschaftliche Flächennutzung: Offene Schneisen konkurrieren mit potenziell gewinnbringender Bebauung oder kommerzieller Nutzung, etwa für Gewerbe oder Wohnraum.
  • Luftleitbahnen freihalten vs. neue Infrastrukturprojekte: Verkehrsachsen, Bahntrassen oder Versorgungsbauten können bestehende Frischluftschneisen zerschneiden oder deren Funktion beeinträchtigen.
  • Schutz vor Überwärmung vs. Wunsch nach urbaner Dichte: Die Notwendigkeit zur Bewahrung kühler Luftströme kann im Widerspruch zum Bedarf, innerstädtisch möglichst kompakt zu bauen, stehen.
  • Grünflächenfreihaltung vs. soziale Infrastruktur: Flächen, die für Frischluftströme freigehalten werden, fehlen evtl. für Kitas, Schulen oder Sportanlagen in dicht bebauten Quartieren.