Frisch- & Kaltluftproduktionsflächen

Städte und hochverdichtete Räume sind von zunehmenden Hitzeperioden besonders betroffen. Der Luftaustausch ist in diesen Gebieten durch die Bebauung eingeschränkt. Größere Vegetationsflächen im Umfeld, wie Parks, Wälder, aber auch Wiesen und Ackerland können zu einer deutlich besseren Durchlüftung, insbesondere zum verbesserten Luftaustausch in der Nacht führen. Vernetzung und Anbindung dieser Flächen durch Frischluftschneisen führen dazu, dass die kühlere Luft ungehindert in die urbanen Räume strömen kann. Der Luftaustausch sorgt für Kühlung und die Reduzierung von Luftschadstoffen.

 

Ziel

Handlungsfeld
Biologische Vielfalt
Raumplanung
Wasserhaushalt, Wasserwirtschaft
Klimafolge
  • Hitzebelastung
  • Luftverschmutzung
  • Nutzfunktion
  • Biotope, Habitate und Ökosysteme
  • Bodenökologie
  • Bodenfunktion
  • Bodenwasserhaushalt
  • Arten und Populationen
Anpassungsziel
  • Reduktion der thermischen Belastung
  • Verbesserung der Luftqualität
  • Reduktion des Überschwemmungsrisikos

Organisation

Kommunale Arbeitsbereiche
  • Kommunalplanung
  • Natur- und Ressourcennutzung
Räumliche Bezugsebene
  • Stadt
  • Umland
  • Quartier
Maßnahmentyp
  • grün
  • grau
Beteiligte
  • Grünflächenamt
  • Planungsamt
  • Umweltamt
  • Eigentümer*innen
  • Landwirtschaftliche Betriebe
  • Wasserentsorgungsunternehmen
  • Gesundheitsamt
Umsetzungsinstrumente
  • Bebauungspläne
  • Flächennutzungsplan
  • Rahmenplan
  • Schutzgebiete ausweisen
  • Restriktionsgebiete ausweisen

Ressourcen

Umsetzungshorizont
kurzfristig
mittelfristig
langfristig
Nutzungsdauer
kurz
mittel
lang
Personalaufwand
gering
mittel
hoch
Regelmäßigkeit
einmalig
mehrmalig
kontinuierlich
Kosten
gering
mittel
hoch
Folgekosten
gering
mittel
hoch

Mögliche Maßnahmenelemente

  • Sicherung und Berücksichtigung von Frischluftentstehungsgebieten in Bebauungsplänen
  • Erhalt und Erschließung großer, unversiegelter Freiflächen
  • Schaffung und Pflege von Stadtparks, Grünzügen und Gartenanlagen
  • Förderung von extensiver Landwirtschaft (Grünland, Wiesen, Ackerflächen) im Stadtrandbereich
  • Renaturierung und Entsiegelung von versiegelten Flächen
  • Begrenzung dichter Bebauung in Kaltluftentstehungs- und -leitbereichen
  • Steuerung der Siedlungsentwicklung unter Berücksichtigung topografischer Gegebenheiten
  • Anlage von kühlenden Wasserflächen (z. B. Teiche, Bäche) zur Unterstützung von Kaltluftbildung
  • Nutzung von Geländemodellierung zur Steuerung des Kaltluftabflusses
  • Sicherung und Berücksichtigung von Frischluftentstehungsgebieten in Bebauungsplänen
  • Erhalt und Erschließung großer, unversiegelter Freiflächen
  • Schaffung und Pflege von Stadtparks, Grünzügen und Gartenanlagen
  • Förderung von extensiver Landwirtschaft (Grünland, Wiesen, Ackerflächen) im Stadtrandbereich
  • Renaturierung und Entsiegelung von versiegelten Flächen
  • Begrenzung dichter Bebauung in Kaltluftentstehungs- und -leitbereichen
  • Steuerung der Siedlungsentwicklung unter Berücksichtigung topografischer Gegebenheiten
  • Anlage von kühlenden Wasserflächen (z. B. Teiche, Bäche) zur Unterstützung von Kaltluftbildung
  • Nutzung von Geländemodellierung zur Steuerung des Kaltluftabflusses

Monitoring

  • Sicherung und Berücksichtigung von Frischluftentstehungsgebieten in Bebauungsplänen
  • Erhalt und Erschließung großer, unversiegelter Freiflächen
  • Schaffung und Pflege von Stadtparks, Grünzügen und Gartenanlagen
  • Förderung von extensiver Landwirtschaft (Grünland, Wiesen, Ackerflächen) im Stadtrandbereich
  • Renaturierung und Entsiegelung von versiegelten Flächen
  • Begrenzung dichter Bebauung in Kaltluftentstehungs- und -leitbereichen
  • Steuerung der Siedlungsentwicklung unter Berücksichtigung topografischer Gegebenheiten
  • Anlage von kühlenden Wasserflächen (z. B. Teiche, Bäche) zur Unterstützung von Kaltluftbildung
  • Nutzung von Geländemodellierung zur Steuerung des Kaltluftabflusses
  • Veränderung der Umgebungstemperatur
  • Kosten-Nutzen-Analyse
  • Biodiversitätsindikatoren

Co-Benefits

  • Hitzeschutz für vulnerable Gruppen: Kaltluftproduktionsflächen wirken besonders in der Nacht temperaturausgleichend. Dies führt zur Erhöhung der nächtlichen Abkühlung, Schutz älterer und gesundheitlich belasteter Menschen.
  • Biodiversität fördern: Extensiv begrünte Flächen bieten Rückzugsräume für Pflanzen und Tiere. Dies führt zum Erhalt und zur Förderung der Artenvielfalt im Siedlungsraum.
  • Erholungsräume schaffen: Solche Flächen können als naturnahe Naherholungsgebiete genutzt werden. Dies führt zur Verbesserung der Lebensqualität, Förderung von Bewegung und sozialem Austausch.
  • Starkregenvorsorge/ Schwammstadtprinzip fördern: Unversiegelte Flächen ermöglichen Versickerung und Zwischenspeicherung von Regenwasser. Dies führt zur Entlastung der Kanalisation, Verminderung von Überflutungsrisiken, Beitrag zum natürlichen Wasserkreislauf.
  • Unterstützung der Kaltluftschneisenfunktion: Frisch- und Kaltluftproduktionsflächen wirken als Ursprung für Luftbewegungen in die Stadt hinein. Dies führt zur Stärkung bestehender Kaltluftschneisen, Stabilisierung des städtischen Mikroklimas.
  • Förderung von Verdunstungskühlung: Pflanzen und unversiegelte Böden sorgen durch Verdunstung für zusätzliche Kühlung. Dies führt zur Milderung von Hitzewellen, Verbesserung des thermischen Komforts.

 

  • Hitzeschutz für vulnerable Gruppen: Kaltluftproduktionsflächen wirken besonders in der Nacht temperaturausgleichend. Dies führt zur Erhöhung der nächtlichen Abkühlung, Schutz älterer und gesundheitlich belasteter Menschen.
  • Biodiversität fördern: Extensiv begrünte Flächen bieten Rückzugsräume für Pflanzen und Tiere. Dies führt zum Erhalt und zur Förderung der Artenvielfalt im Siedlungsraum.
  • Erholungsräume schaffen: Solche Flächen können als naturnahe Naherholungsgebiete genutzt werden. Dies führt zur Verbesserung der Lebensqualität, Förderung von Bewegung und sozialem Austausch.
  • Starkregenvorsorge/ Schwammstadtprinzip fördern: Unversiegelte Flächen ermöglichen Versickerung und Zwischenspeicherung von Regenwasser. Dies führt zur Entlastung der Kanalisation, Verminderung von Überflutungsrisiken, Beitrag zum natürlichen Wasserkreislauf.
  • Unterstützung der Kaltluftschneisenfunktion: Frisch- und Kaltluftproduktionsflächen wirken als Ursprung für Luftbewegungen in die Stadt hinein. Dies führt zur Stärkung bestehender Kaltluftschneisen, Stabilisierung des städtischen Mikroklimas.
  • Förderung von Verdunstungskühlung: Pflanzen und unversiegelte Böden sorgen durch Verdunstung für zusätzliche Kühlung. Dies führt zur Milderung von Hitzewellen, Verbesserung des thermischen Komforts.

Zielkonflikte

  • Flächenverbrauch vs. Verdichtung: Frisch- und Kaltluftproduktionsflächen benötigen offene, unbebaute Räume, was den Raum für Wohnungsbau, Gewerbe oder Infrastruktur in wachsenden Städten einschränken kann.
  • Klimaanpassung vs. wirtschaftliche Interessen: Offen gehaltene Flächen bringen keinen direkten wirtschaftlichen Ertrag, was sie in Konkurrenz zu bebauten, kommerziell nutzbaren Flächen bringt.
  • Erhalt von Frischluftflächen vs. Infrastrukturentwicklung: Geplante Straßen, Versorgungsleitungen oder Bahntrassen können in Konflikt mit dem Erhalt oder der Funktionsfähigkeit dieser Flächen stehen.
  • Naturschutz vs. Freizeitnutzung und Landwirtschaft: Frisch- und Kaltluftflächen mit hoher ökologischer Bedeutung geraten unter Druck durch Sportanlagen, Grillplätze, landwirtschaftlich genutzte Flächen oder andere Nutzungen, die ihre ökologische Funktion einschränken.
  • Grundstücksrechte vs. öffentliche Klimaziele: Private Eigentümer möchten ihre Flächen entwickeln oder bebauen, während aus stadtklimatischer Sicht eine Offenhaltung sinnvoll wäre.
  • Pflegeaufwand vs. personelle/finanzielle Ressourcen: Der Erhalt und die Pflege von durchgrünten Flächen erfordert Mittel und Personal, die in vielen Kommunen begrenzt sind.
  • Flächenverbrauch vs. Verdichtung: Frisch- und Kaltluftproduktionsflächen benötigen offene, unbebaute Räume, was den Raum für Wohnungsbau, Gewerbe oder Infrastruktur in wachsenden Städten einschränken kann.
  • Klimaanpassung vs. wirtschaftliche Interessen: Offen gehaltene Flächen bringen keinen direkten wirtschaftlichen Ertrag, was sie in Konkurrenz zu bebauten, kommerziell nutzbaren Flächen bringt.
  • Erhalt von Frischluftflächen vs. Infrastrukturentwicklung: Geplante Straßen, Versorgungsleitungen oder Bahntrassen können in Konflikt mit dem Erhalt oder der Funktionsfähigkeit dieser Flächen stehen.
  • Naturschutz vs. Freizeitnutzung und Landwirtschaft: Frisch- und Kaltluftflächen mit hoher ökologischer Bedeutung geraten unter Druck durch Sportanlagen, Grillplätze, landwirtschaftlich genutzte Flächen oder andere Nutzungen, die ihre ökologische Funktion einschränken.
  • Grundstücksrechte vs. öffentliche Klimaziele: Private Eigentümer möchten ihre Flächen entwickeln oder bebauen, während aus stadtklimatischer Sicht eine Offenhaltung sinnvoll wäre.
  • Pflegeaufwand vs. personelle/finanzielle Ressourcen: Der Erhalt und die Pflege von durchgrünten Flächen erfordert Mittel und Personal, die in vielen Kommunen begrenzt sind.