Auf dem Foto sind mehrere Bienen auf weißen Blüten zu erkennen.

Biologische Vielfalt

Die Biologische Vielfalt (Biodiversität) umfasst die Gesamtheit des Lebens auf der Erde in drei Ebenen: die Vielfalt der Gene (Erbgut innerhalb einer Art), der Arten und der Ökosysteme (Wälder, Moore, Flüsse, Wiesen, usw.). Eine hohe biologische Vielfalt ist wichtig, weil sie stabile und widerstandsfähige Ökosysteme ermöglicht. Diese versorgen uns unter anderem mit Nahrung, sauberem Wasser, Sauerstoff und Rohstoffen, speichern Kohlenstoff, schützen vor Naturgefahren und bieten Lebensräume sowie Erholungsräume. Bereits heute nimmt die biologische Vielfalt weltweit ab. Hauptursachen sind die Veränderung und Zerstörung von Lebensräumen, die Übernutzung natürlicher Ressourcen, Umweltverschmutzung und invasive gebietsfremede Arten. Sinkt die biologische Vielfalt, werden Ökosysteme anfälliger für Störungen wie den Klimawandel und können ihre Leistungen für den Menschen nur noch eingeschränkt erfüllen.

In Rheinland-Pfalz verschlechtert der Klimawandel bereits heute die Bedingungen für derzeit gut angepasste, auf bestimmte Lebenräume spezialisierte Arten und verbessert die Bedingungen für wärmeliebende und trockenheitstolerante Arten. Diese profitieren besonders von zunehmend milden Wintern und einer längeren Vegetationszeit. Je nach Art kann es dadurch auch zur Ausbreitung invasiver Arten kommen. Das Ausweichen aber auch der Rückgang heimischer Arten kann so zu einem Verlust der genetischen Vielfalt führen. Die längere Vegetationszeit, insbesondere die im Mittel früher einsetzende Blüte verändert das Verhalten und die Interaktionen von Pflanzen und Tieren. Die klimatischen Änderungen Niederschlagsverschiebung und Temperaturerhöhung sowie die extremen Witterungsereignisse Hitze, Dürre und Starkregen können Biotope und Habitate verändern, unter Umständen so stark, dass daran angepasste Arten in andere Regionen ausweichen müssen und sich Areale verschieben, sofern es ihnen möglich ist. Diese Entwicklungen reduzieren die Leistungen der Ökosysteme für den Menschen. 

Neben den Versorgungsleistungen (z. B. Bereitstellung von Nahrung, Wasser, Rohstoffen, Sauerstoff) und den kulturellen Leistungen (z. B. Erholung, Ästhetik) sind gerade im Kontext des Klimawandels die Regulierungsleistungen von besonderer Bedeutung. Denn intakte Wälder, Moore und andere Lebensräume können Wasser speichern, Überschwemmungen und Trockenheit abmildern sowie Kohlenstoff binden. Durch den Klimawandel werden jedoch zahlreiche Lebensraumtypen, wie Kalktrockenrasen, Moore oder Mittelgebirgsbäche, zunehmend gefährdet. Der Schutz und die Vernetzung von Lebensräumen sind daher entscheidend, um die biologische Vielfalt zu erhalten und die Anpassungsfähigkeit der Natur an den Klimawandel zu stärken.

RiverDiv: Biodiversität und Wasserqualität – Klimawandelangepasstes Management

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„RiverDiv“ widmet sich dem Schutz der aquatischen Diversität und Verringerung der Gewässerverschmutzung am Beispiel des Einzugsgebietes der Wieslauter.

Die Beifuß-Ambrosie in Rheinland-Pfalz

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Die potenziell invasive Beifuß-Ambrosie weist ein hohes Allergiepotenzial auf und könnte vom Klimawandel profitieren

Ausbreitung invasiver Neophyten in Rheinland-Pfalz

In mehreren studentischen Abschlussarbeiten wurden an der Universität Koblenz-Landau Untersuchungen zu Vorkommen und Ausbreitungsdynamik ausgewählter invasiver Neophyten durchgeführt.